Torquemotor

Elektrischer Hauptantrieb macht Pressen ordentlich Dampf

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Erstmals bestimmt nicht die Hubfrequenz, sondern das Formteil mit dem dazugehörigen Werkzeug die Prozessgeschwindigkeit. Bei einzelnen Teilen kann mit dreifacher Hubzahl im Vergleich zu hydrau-lischen Pressen gefertigt werden; im Durchschnitt werden – abhängig vom Werkstoff und der Teilegeometrie – 20 bis 30 % höhere Ausbringungsmengen realisiert. Somit lassen sich mit einer Pressenlinie mehr Teile erstellen.

Deshalb konnte dank einer Servodirekt-Technologie-Presse (Bild 2) mit den Oswald-Antrieben ein namhafter Automobilhersteller zwei bestehende hydraulische Pressenlinien platzsparend durch eine Servopressen-Linie ersetzen. Bei Neuanlagen entfällt damit der Aufwand für die Infrastruktur der zweiten Presse – vom Fundament bis hin zur Energieversorgung. In den Werkshallen wird kostbarer Platz eingespart, es werden nur noch für eine statt für zwei Pressenlinien Bediener benötigt, und die Energiekosten sinken drastisch.

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Mit einer solchen Presse können Automobilhersteller die an einem Standort benötigten Pressteile auch vor Ort fertigen. Der dadurch reduzierte Transportaufwand kommt der Umwelt und damit auch der Ökobilanz des Herstellers zugute.

Seit 2002 über 200 Pressenlinien und Servopressen in Betrieb gegangen

Doch der Weg bis hin zum Aufbau der ersten Pressenlinie mit der Servodirekt-Technologie bei einem der führenden Automobilhersteller war nicht leicht. Als Schuler vor Jahren einem US-amerikanischen Hersteller ein Pressenkonzept mit servoelektrischem Antrieb vorstellte, waren die Gesprächspartner überzeugt, dass das nicht funktionieren würde. Getreu dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht“ ziehen heute Anwender gleich mehrfachen Nutzen aus elektrischen Antrieben. Immerhin sind seit 2002, dem Start der Zusammenarbeit mit Oswald, bereits mehr als 200 Pressenlinien und Servodirekt-Pressen weltweit in Betrieb gegangen. Dies gilt nicht nur für die Pressenhauptantriebe, sondern auch für die Crossbar Feeder (Bild 4). Diese Transfersysteme, die die Pressenlinien automatisieren, sind ebenfalls mit hochdynamischen Oswald-Motoren bestückt.

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