Torquemotor

Elektrischer Hauptantrieb macht Pressen ordentlich Dampf

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Schuler hatte sich bereits mehrere mögliche Motorenlieferanten angeschaut. Bei Oswald war eine große Innovationsbereitschaft zu erkennen sowie eine hohe Kompetenz in Fertigung und Service, verbunden mit einer ausgezeichneten Kommunikationsqualität. Schnelle und situationsgerechte Lösungen standen und stehen im Vordergrund. Aufgrund der enormen Leistungsfähigkeit insbesondere wegen der hohen Drehmomente hat Schuler sich für die Torqueantriebe entschieden und bezieht heute E-Motoren mit einer Leistungsbandbreite von 61 kW bis 460 kW. Auch die hohe Robustheit der Torqueantriebe hat sich in den bisher gebauten Pressen bewährt.

Mit Torquemotoren in Servopressen kann bis zu 40 % Energie gespart werden

Konventionelle Schwungradpressen bieten eingeschränkt die Möglichkeit Prozesse zu optimieren. Dagegen lassen sich die Servopressen-Antriebe direkt steuern. Eine wesentliche Triebfeder für den Einsatz von Torquemotoren sah Schuler in den großen technischen Vorteilen der mit dieser Motorentechnik ausgestatteten Pressen:

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  • Die hohe Kraftdichte und Dynamik der Torquemotoren ist eine wichtige Voraussetzung, um die Pressenproduktivität um 30 % und mehr zu steigern.
  • Mit diesem Antriebskonzept lässt sich bis zu 40 % Energie (und Energiekosten) bei gleicher Ausbringungsmenge im Vergleich zu rein hydraulischen Pressen einsparen. Sehr hohe Motorenwirkungsgrade sorgen zusätzlich für Energieeffizienz.
  • Die Motoren sind in ihrer Auslegung optimal an die Aufgabe an der Presse angepasst.

Dazu kommen weitere wirtschaftliche Vorteile. Dank Direktantrieb wird es möglich, mit nur noch einer Pressenbaugröße einen weiten Bereich von Tonnage und Hubzahl abzudecken. Dies bedeutet auch geringere Ersatzteilaufwendungen für die Kunden. Je nach Pressengröße arbeiten ein bis vier baugleiche Motoren im Kopfstück der Presse als Hauptantrieb (Bild 1).

Hinzu kommt der Vorteil der Modulbauweise: Mehrere gleiche Antriebe reduzieren den Aufwand auch für die Ersatzteilhaltung.

In einem Kostenvergleich der Antriebsmotoren ist der Torqueantrieb teurer als herkömmliche Lösungen. Bewertet man jedoch Ausbringung und Qualität der Produktion, dreht sich das Verhältnis um.

Auf einer Anlage parallel verschiedene Teile produzieren

Die Servopressen erlauben eine flexible Produktion bei bisher nicht erreichter hoher Ausbringung im Vergleich zu den rein hydraulischen Pressen. So lassen sich auf einer Anlage parallel verschiedene Teile mit unterschiedlichen Anforderungen an den Produktionsprozess fahren. Ein Beispiel dafür sind große Außenteile von Fahrzeugkarosserien, die zusammen mit den kleineren Verstärkungsteilen auf der gleichen Anlage gefertigt werden. Dass dies mit der jeweils maximal möglichen Ausbringung geschieht, ist selbstverständlich.

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