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Feldkommunikation EKS Engel setzt künftig stärker auf Industrial Ethernet

| Redakteur: Ute Drescher

Mit einem umfassenden Industrial Ethernet-Produktprogramm hat sich EKS Engel mittlerweile ein zweites Standbein geschaffen.

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Thorsten Ebach, Vertreibsleiter bei EKS Engel (Bild: EKS Engel)
Thorsten Ebach, Vertreibsleiter bei EKS Engel (Bild: EKS Engel)

Bisher ist EKS Engel vor allem als Anbieter von flexiblen Fiber-Optic-Lösungen für verschiedene Feldbusse bekannt. Mit den Industrial-Ethernet-Switchen, die auf eigener Hard- und Software beruhen, kann EKS Engel seinen Kunden jetzt auch Lösungen anbieten, die eine durchgängige Kommunikation via Lichtwellenleiter (LWL) von der Management- über die Leit- bis hin zur Feldebene von Automatisierungsnetzwerken ermöglichen.

Das gilt sowohl mit Blick auf große Projekte als auch für spezifische Lösungen mit kleinen Stückzahlen bis hin zu einem Gerät. „Davon versprechen wir uns eine nochmalige Beschleunigung des rasanten Wachstums der vergangenen Jahre“, so Geschäftsführer Ralph Engel.

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Das Unternehmen konnte seinen Umsatz zwischen 2008 und 2010 von 2,3 auf – voraussichtlich – 3,4 Mio. Euro steigern. Im selben Zeitraum wuchs die Zahl der Beschäftigten von 18 auf 28. Da die Produktionsfläche mittlerweile zu klein geworden ist, wurde im Juli dieses Jahres am Stammsitz Wenden mit dem Bau einer 800 Quadratmeter großen Halle begonnen, die Anfang 2011 fertiggestellt sein wird.

Rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt EKS Engel in Deutschland. „Vor noch nicht allzu langer Zeit waren es noch fast 80 Prozent. Dies verdeutlicht, dass wir auf dem Weg sind, ein internationales Unternehmen zu werden, auch wenn wir im Ausland noch vorwiegend mit Vertriebspartnern zusammenarbeiten“, erläutert Ralph Engel.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre plant Engel ein Umsatzwachstum von jeweils 20 Prozent: „Dazu wird das Industrial-Ethernet-Geschäft, das heute einen Anteil von 30 Prozent ausmacht, mit dann 70 Prozent überproportional beitragen.“

Das Industrial-Ethernet-Produktprogramm besteht aus unmanaged und managed Switches und Medienkonvertern der e-light-Familie, die speziell für den dezentralen Einsatz in der Feldebene industrieller Netzwerke konzipiert sind.

„Diese Fast- beziehungsweise Gigabit-Geräte, die auf Hutschienen oder an der Wand montiert werden können, haben Edelstahlgehäuse, einen Temperaturbereich von -30°C bis +75°C und eine Eingangsspannung von 12 bis 60 VDC“, erklärt Vertriebsleiter Thorsten Ebach und fügt hinzu: „Alle managed Ausführungen unterstützen beispielsweise schnelle Ringredundanz und PoE.“ Darüber hinaus bietet EKS Engel mit den Switches der DragonLine, die vorwiegend für den Einbau in 19‘‘-Schaltschränke vorgesehen sind, vielfältige Lösungen für eine zentrale Vernetzung der Leitebene an.

Die Switches und Medienkonverter der e-light-Familie basieren auf mehreren Standard-Platinen, die in den verschiedenen Geräten variabel verwendet werden können. Dazu Ebach: „Dadurch sind wir in der Lage, innerhalb weniger Monate kundenspezifische Produkte zu entwickeln, die sich etwa durch Anzahl der Ports, Ausführung der optischen Anschlüsse, Faserarten, Managementfunktionen, IP-Schutzart oder spezielle Zulassungen unterscheiden.“

Diese Produkte werden sowohl unter der Marke EKS wie auch als OEM-Version angeboten. „Wir haben bereits ein Projekt gewonnen, bei dem wir insgesamt mehrere Tausend Geräte liefern. Aber auch spezifische Lösungen mit kleinen Stückzahlen bis hin zu einem Gerät sind für uns kein Problem“, so der Vertriebsleiter. (ud)

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