Schweißen Einwandfreie Schweißnähte im Bau von Sonderfahrzeugen

Redakteur: Jan Vollmuth

Obwohl neue Fügeverfahren wie das Kleben oder Stanznieten verstärkt Einzug halten, bleibt das Schweißen auch in Zukunft eine Schlüsseltechnologie in der Fertigung von Sonderfahrzeugen. Das steht für die Rosenbauer International AG fest, den globalen Player unter den Feuerwehrausstattern.

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Die Königsklasse der Flughafenlöschfahrzeuge erfüllt Normen und Flughafenanforderungen auf allen Kontinenten der Erde. Seit über 20 Jahren ist der Rosenbauer Panther weltweit ein Begriff für Schnelligkeit, Sicherheit, Design und besondere Löschleistung.
Die Königsklasse der Flughafenlöschfahrzeuge erfüllt Normen und Flughafenanforderungen auf allen Kontinenten der Erde. Seit über 20 Jahren ist der Rosenbauer Panther weltweit ein Begriff für Schnelligkeit, Sicherheit, Design und besondere Löschleistung.
(Bild: Rosenabuer)

Die österreichische Rosenbauer International AG, global Player unter den Feuerwehrausstattern, fertigt unter anderem Feuerwehrfahrzeuge und Löschgeräte für den internationalen Markt. Bei deren Produktion setzt das Unternehmen auch in Zukunft auf das Schweißen als zuverlässige und sichere Fügetechnologie. Allerdings setzen beengte Platzverhältnisse, immer komplexere Bauteile, der verstärkte Einsatz von Aluminium und rostfreiem Stahl sowie der anhaltend hohe Kostendruck zunehmend leistungsfähigere Schweißtechniksysteme voraus. Die MIG/MAG-Schweißgeräteplattform TPS/i von Fronius erfüllt diesen Anspruch und hilft, die Anforderungen von heute und morgen zu bewältigen, wie Rosenbauer nach mehreren Monaten Praxistest zufrieden feststellt.

Schweißqualität auf neuem Niveau

Schon bei der ersten Teststellung musste die brandneue MIG/MAG-Schweißstromquelle zeigen, was in ihr steckt: In einer Normprüfung nach EN 287-1 bzw. EN 9606-1 (10mm-Stahlblech, a7 steigend) stellte sie sich einem direkten Vergleich mit aktuellen Systemen verschiedener Hersteller. „Die TPS/i von Fronius kam bei unseren Kollegen mit Abstand am besten an“, berichtet Michael Jungwirth, zuständiger Schweißspezialist bei Rosenbauer International. „Alleine das Geräusch des Lichtbogens und wenige Meter Schweißnaht reichten aus, um allen klar zu machen, dass hier ein völlig neuer Level der Schweißqualität erreicht wurde.“

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Entsprechend schnell fiel die Entscheidung zur Anschaffung der ersten TPS/i. Seitdem wird das neue Gerät auf Herz und Nieren getestet und in den unterschiedlichsten Bereichen der Vorfertigung eingesetzt. Dabei gilt es in allen Schweißpositionen sowohl Stahl als auch Aluminium und rostfreien Stahl zu verarbeiten.

Sichtnähte schneller schweißen

Die auszuführenden Schweißnähte bei Rosenbauer sind dabei mehrheitlich Sichtnähte, bei denen besonders hohe Anforderungen an die Oberflächenoptik gestellt werden. In der Vergangenheit griffen die Schweißer daher oft auf das WIG-Verfahren zurück, welche zwar für sehr saubere Nähte geeignet ist, aber einige Übung voraussetzt und nur eine geringe Schweißgeschwindigkeit zulässt. „Die TPS/i erlaubt es uns, solche Sichtnähte in Zukunft schnell und sauber zu schweißen. Damit entfällt der lästige Gerätewechsel bzw. die Umrüstung der Schweißstromquelle“, freut sich Walter Wolfesberger, Leiter der Vorfertigung bei Rosenbauer International.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die mit der TPS/i erstmals vorgestellte Charakteristik LSC (Low Spatter Control). Der zugrundliegende Algorithmus nutzt die extrem hohe Rechenleistung und Regelgenauigkeit aus und bietet dem Schweißer einen noch stabileren Lichtbogen mit minimalem Spritzerauswurf. „Damit können wir nicht nur optisch einwandfreie Nähte realisieren, sondern auch schwierige Positionswechsel einwandfrei bewältigen“, erläutert Michael Jungwirth. „Beispielsweise ist mit der Kurzlichtbogencharakteristik LSC Universal der Übergang zwischen Überkopf- und Wannenlagenschweißen kein Problem mehr.“

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