Anbieter zum Thema
Diese Eigenschaft ist gefragt, wenn Rosenbauer den C-Profil-Fahrzeugrahmen aus gekantetem 9-mm-Feinkornbaustahl QSTA500 verlängern muss und eine Naht dazu in Zwangslage Überkopf, dann steigend und zuletzt in Wannenlage schweißt. „Hier ist eine gezielte Wärmeeinbringung unerlässlich, um das Material sicher zu erfassen und damit die geforderte Stabilität der Konstruktion zu gewährleisten“, betont der Schweißspezialist von Rosenbauer. „Die TPS/i bewältigt auch diese Herausforderung, ohne auch nur annähernd ins Stottern zu geraten.“
Zusätzliche Sicherheit bei der Ausführung solch anspruchsvoller Schweißarbeiten bietet der mit der TPS/i erstmals verfügbare Einbrandstabilisator. Bei Aktivierung stellt er auch bei äußeren Störeinflüssen, wie Stick-out-Schwankungen, einen konstanten Einbrand sicher. Der positive Effekt tritt besonders bei Kehlnähten zu Tage, die in steigender Position mit einer Pendelbewegung geschweißt werden sollen, aber auch bei schlecht zugänglichen Werkstücken.
Filigrane Schweißaufgaben gemeistert
Meistens müssen die Schweißer bei Rosenbauer allerdings nur sehr kurze Nähte schweißen. So fällt es in ihren Arbeitsbereich, Schutzgitter für Fahrzeugfenster aus rostfreien 8-mm-Draht anzufertigen. An den Kreuzungspunkten müssen die Drähte dabei geheftet werden. „Für diese filigrane Schweißaufgabe haben wir zuletzt ausschließlich die TPS/i eingesetzt, weil sie einfach das Gerät mit den besten Zündeigenschaften ist“, urteilt der Leiter der Vorfertigung.
Auch beim Schweißen von dünnen Aluminiumblechen, wie sie bei Rosenbauer regelmäßig zu verarbeiten sind, sind optimale Zündeigenschaften sowie ein kontrollierter und stabiler Lichtbogen für die Einhaltung der geforderten hohen Qualitätsstandards unabdingbar.
Vorteile beim Schweißen von Aluminium
„Erste Tests mit Aluminium haben gezeigt, dass die neue Impulslichtbogencharakteristik PMC schon in der Standardeinstellung deutliche Vorteile beim Schweißen von Aluminium und gerade auch bei den von uns massenhaft eingesetzten ein bis drei Millimeter starken Aluminiumblechen bietet“, sagt Michael Jungwirth. „Mit der Verfügbarkeit des PullMig-Brenners können wir daher mit nur einem Gerät ohne großes Umrüsten niedrig legierte Bleche, Aluminium und Edelstahl schweißen.“
Rosenbauer plant auch nach dem Abschluss aller Testläufe die TPS/i weiter mobil und universell einzusetzen. Der damit einhergehende häufige Wechsel von Einsatzort, Schweißaufgabe und Bediener, sind auch dank der vorbildlichen Handhabbarkeit gut zu bewältigen, findet Walter Wolfesberger: „Bereits nach wenigen Minuten Einarbeitungszeit konnten unsere Schweißer mit der TPS/i loslegen.“ Das hat auch mit der neuen grafischen Bedienerschnittstelle zu tun, wie sein Kollege feststellt: „Ein Abgleich des Schweißkreiswiderstands ist damit in kurzer Zeit zu erledigen. Da kann der Schweißer nichts mehr falsch machen.“
Brenner kühlt schnell ab
Die neue Bedienoberfläche und viele weitere Details erleichtern die Handhabung, berichten die Fachmänner einhellig. Dazu gehört auch die durchgehende Farbcodierung der Verschleißteile, die dabei hilft, bei einem Wechsel die passenden bzw. zusammengehörigen Teile problemlos identifizieren zu können. „Es gibt deutlich weniger Nachfragen“, sagt Michael Jungwirth. Begeistert hat ihn auch die Kühlleistung des neuen Systems: „Wo früher die Gefahr von Verbrennungen bestand, gibt es heute überraschte Gesichter, weil man den Brenner bereits nach extrem kurzer Zeit gefahrlos ohne Handschuh berühren kann.“
Ein weiteres Beispiel für die herausragende Handhabung: Der Service und das Update der Stromquellensoftware ist durch die Vernetzbarkeit der neuen Geräte wesentlich einfacher geworden, da die Geräte zentral verwaltet und über das Netz aktualisiert werden können. „Wir sind gerade dabei, das darin liegende hohe Potential für die Vereinfachung der Dokumentation und der Qualitätssicherung genau zu evaluieren“, verrät Walter Wolfesberger.
Auch wenn Rosenbauer also bei weitem noch nicht alle Funktionen und Einsatzgebiete der neuen Schweißstromquelle ausschöpft bzw. ausgetestet hat, fällt das Resümee der Verantwortlichen schon jetzt eindeutig aus: „Mit der TPS/i stößt Fronius in puncto Handhabung, Lichtbogenstabilität und Lichtbogenkontrolle in eine bisher nicht erreichbare Dimension vor.“ (jv)
(ID:43158453)