Engineering

Ein Weg zu Industrie 4.0

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Virtuelle und reale Welt verknüpfen

Erste Berührungen mit SysML gab es bei AVL bereits 2006, damals fand das Konzept im Unternehmen jedoch noch keine Akzeptanz. . Heute hat man sich strategisch für den Einsatz dieser Sprache entschieden, da sie verschiedenste Blickwinkel zusammenführt. Mit Hilfe von SysML lassen sich die diversen Disziplinen, d.h. Abteilungen, zusammenbringen, die unterschiedlichsten Sichten im Entwicklungsprozess werden abgedeckt, aber auch virtuelle und reale Welt lassen sich miteinander verknüpfen.

„Wie sagt man? Die Summe der besten Teillösungen führt nicht zwangsläufig zur besten Gesamtlösung. Durch MBSE, SysML und Frontloading werden Abhängigkeiten zwischen allen Lösungskomponenten von Anfang an deutlich sichtbar. Für die erfolgreiche Entwicklung komplexer Systeme geht es letztlich um das nachhaltige Vernetzen und Bereitstellen von Informationen auf Basis einer Kommunikationsplattform für multidisziplinäre Entwicklungsteams. Genau diese Plattform entsteht derzeit bei uns im Haus“, beschreibt Dirk Denger den Status bei AVL. „Innerhalb der nächsten Jahre werden wir die Produktentwicklung und das Engineering auf diesen Ansatz umstellen.“

Es ist die Aufgabe von Dirk Denger und seinem Team, eine entsprechende durchgängige Entwicklungsumgebung aufzubauen, die schlanke agile Prozesse unterstützt und gleichzeitig den Mitarbeitern auch die notwendigen Freiräume bietet, kreativ und produktiv tätig zu sein. Denn nicht zuletzt sind hoch motivierte Mitarbeiter die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Zukunftsorientierte Entwicklungsumgebung

Zu den Bausteinen dieser zukunftsorientierten Entwicklungsumgebung von AVL Powertrain trägt PTC bereits heute mit verschiedenen Produkten erfolgreich bei. Für diese Entwicklungsumgebung spielt das Informationsmanagement aus Sicht von Dirk Denger eine tragende Rolle: „Zu wissen, wie man Wissen und die Prozesse managen kann, wie man Wissen generiert, transferiert und transformiert, um es punktgenau zur Verfügung zu stellen, wenn es benötigt wird, das sind die Aufgaben, die man automatisieren muss, um effizient zu arbeiten. Werkzeuge wie die PLM-Lösung PTC Windchill oder die ALM Lösung PTC Integrity sind für uns dabei unverzichtbar.“

Schon heute hat das Unternehmen hier einen hohen Automatisierungsgrad erreicht. PTC Windchill adressiert die Aufgaben im Produktdatenmanagement und sorgt insbesondere für die konsistente Handhabung der Stücklistenstrukturen, mit PTC Integrity erfolgt das Anforderungsmanagement von Software- und physikalischen Elementen. Beide Komponenten sieht Dirk Denger auch als integralen Bestandteil der Entwicklungsumgebung der Zukunft.

Windchill verwaltet auch CAD-Daten

PTC Windchill verwaltet und referenziert produktbezogene Inhalte einschließlich M-CAD, E-CAD, Dokumente und Software und bietet einen transparenten Überblick über sämtliche Entwicklungsinhalte. PTC Integrity setzt auf Windchill auf und managet die verschiedensten Software- und Hardwareanforderungen jedes Antriebsstrangs. Dies umfasst auch die gesamte Änderungskontrolle sowie die Anpassung von Anforderungen an spezifische Produktstrukturen und Konstruktionsinhalte. Auch die Zuordnung von Anforderungen und Spezifikationen zu Arbeitspaketen sowie deren Verteilung im Prozessablauf erfolgt so zentral. Dank Verfolgbarkeit zwischen Kunden-, Markt- und technischen Anforderungen kann man deren Einhaltung während der Entwicklung jederzeit überprüfen. „Unser Ziel ist der Aufbau einer durchgängig integrierten und gleichzeitig einfachen Entwicklungsumgebung, die uns dabei unterstützt, die Komplexität der Entwicklungsprozesse langfristig zu beherrschen. Die PTC Lösungen sind optimal auf diese Zielsetzung ausgerichtet und tragen schon heute wesentlich zum Erfolg unserer Engineering Dienstleistung in AVL bei“, resümiert Dirk Denger. „Ich freue mich daher auf die weitere Zusammenarbeit auf dem Weg in Richtung Industrie 4.0.“ (mz)

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