Mechatronik Ein detailliertes Anforderungsmanagement schafft Klarheit bei der Entwicklung mechatronischer Produkte
Um trotz weit höherer Komplexität das Qualitätsniveau mechatronischer Produkte zu halten und die Funktionsfähigkeit sicherzustellen, steigt der Aufwand für die Produktentwicklung insgesamt erheblich. Vor allem ein detailliertes Anforderungsmanagement kann dieser Herausforderung begegnen. Wichtig dabei: Allen Beteiligten müssen die Anforderungen klar sein.
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Fast alle Produkte sind heute mechatronische Produkte, auch wenn dies nicht jedem bewusst ist. Klar ist, dass ein Flugzeug ohne Elektronik und Software nicht mehr von Boden abhebt und dass PKW sich zu PCs auf vier Rädern entwickelt haben. Aber wer denkt bei Mechatronik auch an Kaffeeautomaten, an die Heizungsanlage im Keller oder an Relais, die in Verteilstationen in Nordfinnland die Stromversorgung absichern?
Einer der wesentlichen Gründe für den stark gestiegenen Anteil mechatronischer Produkte ist die deutlich erweiterte Funktionalität, die Flexibilität in der Anwendung, die deutlich bessere Anpassung an veränderte Anforderungen sowie der verbesserte Benutzerkomfort, aber auch die gestiegene Umweltverträglichkeit - z.B. durch optimierte Abgasregelung. Diese sind nur einige der Faktoren, die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend beeinflussen.
Für die produzierenden Firmen ergeben sich daraus aber auch neue Herausforderungen. So müssen unter Anderem unterschiedliche Technologien – Mechanik, Elektronik und Software – in einem Produkt vereinigt werden. Zwar werden die einzelnen Entwicklungstechnologien und -methoden weitgehend beherrscht, Funktionsfähigkeit und Qualität eines Produktes sind aber drastisch eingeschränkt, wenn die unterschiedlichen Komponenten nicht korrekt aufeinander abgestimmt werden.
Der Aufwand steigt, um Qualität und Funktion sicherzustellen
In diesem Punkt wird derzeit viel Zusatzaufwand investiert, um sicherzustellen, dass trotz weit höherer Komplexität das Qualitätsniveau gehalten und die Funktionsfähigkeit sichergestellt werden können. Der Aufwand für die Produktentwicklung ist dadurch insgesamt erheblich größer geworden, mit deutlich gestiegenem Einfluss auf Methoden, Prozessen und Organisation:
- Die Integration unterschiedlicher Entwicklungsabteilungen erfordert eine Anpassung der Organisation.
- Die Notwendigkeit für interdisziplinäre Zusammenarbeit verlangt nach veränderten Methoden der Kommunikation.
- Die Integration verschiedener Technologien erfordert sehr oft eine Zusammenarbeit mit externern Partnern, da im eigenen Hause (noch) keine entsprechenden Ressourcen vorhanden sind.
- Der Testaufwand für mechatronische Systeme steigt wegen der Komplexität erheblich und kann bis zu 50% der gesamten Entwicklungszeit beanspruchen. Zusätzlich sind neue Vorgehensweisen beim Testen erforderlich. Insbesondere Integrationstest sind hier eine besondere Anforderung.
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