PDM

Effiziente CAD-Datenverwaltung braucht durchgängiges Artikelmanagement

| Autor / Redakteur: Frank Zscheile / Monika Zwettler

Spricht man heute von Produktdaten, geht es daher nicht nur um CAD-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten, sondern darüber hinaus um alle produktbezogenen Informationen wie Spezifikationen, Berechnungen, Fertigungsnotizen, Arbeitspläne, Montageinformationen etc.
Spricht man heute von Produktdaten, geht es daher nicht nur um CAD-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten, sondern darüber hinaus um alle produktbezogenen Informationen wie Spezifikationen, Berechnungen, Fertigungsnotizen, Arbeitspläne, Montageinformationen etc. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Ablage von Zeichnungsdaten genügt schon längst nicht mehr, denn über das reine CAD-Datenmanagement ist die Evolutionskette der Informationsverwaltung im technischen Umfeld inzwischen weit hinaus gewachsen. Worauf Sie beim zeitgemäßen CAD-Management achten müssen.

Mit Aufkommen der ersten CAD-Systeme verbunden war die Anforderung, die dabei entstehenden Daten auf irgendeine Weise zu verwalten. Deshalb verfügen CAD-Systeme in der Regel über mehr oder weniger rudimentäre Funktionen zum Speichern und Abrufen dieser Daten. Jedoch ist es längst nicht mehr nur die mechanische Zeichnung, die ein Produkt beschreibt. Viele weitere Informationsträger sind hinzugekommen: Mechatronische Bauteile, Hard- und Software (deren Produktanteil immer mehr zunimmt), Bedienungsanleitungen und sonstige Begleitdokumente. Spricht man heute von Produktdaten, geht es daher nicht nur um CAD-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten, sondern darüber hinaus um alle produktbezogenen Informationen wie Spezifikationen, Berechnungen, Fertigungsnotizen (NC-Programme), Arbeitspläne, Montageinformationen etc.

Anfoderungen an das CAD-Datenverwaltungssystem

Gleichzeitig schreitet die CAD-Technik unaufhaltsam voran. 3D-CAD hat ältere Systeme, welche noch auf 2D-Basis arbeiten, fast komplett abgelöst. 3D bedeutet auch, dass man nun mit Referenzen arbeitet, und zwar zwischen den heterogenen CAD-Daten. Wird im Modell etwas geändert, muss sich dies in der Zeichnung widerspiegeln. Auf CAD-Datenmanagementsysteme sind damit neue Anforderungen zugekommen. Sie müssen im Prinzip schon heute annähernd das leisten, was innerhalb der Evolutionskette der Informationsverwaltung die so genannten Produktdatenmanagementsysteme (PDM-Systeme) abdecken: die Verbindung von Zeichnungen, Dokumenten und Stücklisten in Verbindung mit einer bidirektionalen Kopplung zu ERP-Systemen. Ein CAD-Datenverwaltungssystem, das wie einstmals nur Zeichnungsdaten isoliert ablegt, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Unternehmen im technischen Umfeld.

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Worauf achten beim zeitgemäßen CAD-Management/PDM?

Wer vor der Anschaffung eines neuen CAD-Datenmanagementsystems steht, sollte darauf achten, dass Referenzierung, Verknüpfung und durchgängiges Artikelmanagement damit möglich sind. Auf die reinen Datenverwaltungstools der CAD-Software zu vertrauen, ist schon aus dem Grund nicht mehr empfehlenswert, weil viele Konstruktionsabteilungen heute mit den Softwareprodukten mehrerer Hersteller arbeiten. Ein CAD-Datenverwaltungssystem sollte daher Multi-CAD-fähig sein, sowohl im mechanischen Bereich als auch im Bereich von Software und Elektrotechnik mit echten Integrationen in die Systeme. Integrationen in CAD- und ERP-Systeme bedeutet, dass Artikelstammdaten, Produktstrukturen (Baugruppen), Stücklisten sowie Dokumente aus Mechanik-, Elektro- und Elektronik-Entwicklung automatisiert vom CAD- an das ERP-System gegeben werden können. Dort fließen die Stücklisten aus der Mechanik und Elektrotechnik in einer gemeinsamen mechatronischen Stückliste zusammen.

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Plattform mit Ausbaumöglichkeit

Ohne ein durchgängiges Artikelmanagement verbaut sich ein Unternehmen Zukunftschancen. Dennoch möchte oder kann nicht jeder den letzten Entwicklungsschritt mitverfolgen und erachtet für die eigenen Zwecke ein CAD-Datenmanagement als zunächst ausreichend. Dann jedoch sollte es ein System sein, das bereits PDM-typische Funktionen beinhaltet. Kurz: Ein System mit Ausbaumöglichkeit und durchgängigem Artikelmanagement.

Die Lösung Pro.File, das PDM/PLM-System, bietet diesen modulartigen Aufbau. Dem Plattform-Gedanken folgend, implementiert der Anwender kein System, das entweder zu klein für die eigenen Bedürfnisse oder zu komplex und teuer ist. Sondern er konfiguriert sich aus der Plattform ein CAD-Datenmanagement, das den momentanen Anforderungen entspricht. Wachsen diese in der Folge, können schnell weitere Funktionalitäten in Richtung PDM und PLM hinzugeschaltet werden. Procad setzt auf diese Weise einen Pflock in die Lücke zwischen den herstellereigenen CAD-Verwaltungen, die nicht über die reine Ablage hinausgehen, und den heutigen Anforderungen.

* Frank Zscheile, IT-Journalist, München

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