Award Eaton Award an der Fachhochschule Köln: Erster Platz verbessert Magnetresonanztomographie

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Eaton Industries hat die mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Preise des Eaton Awards an drei Absolventen des Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln verliehen. Der erste Preis in Höhe von 1.250 Euro ging an Marc-Robert Mierisch aus Wiehl für die erstmalige experimentelle Umsetzung einer Sende- und Empfangsspule für die Magnetresonanztomographie (MRT), die sich in der Früherkennung von Brustkrebs nutzen lässt.

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Die Gewinner des Eaton Awards v.l.: Prof. Dr. Rainer Scheuring, Enzo Strappazzon (Eaton), Daniel Wirtz, Marc-Robert Mierisch, Steffen Jünger, Prof. Dr. Hartmut Bärwolff
Die Gewinner des Eaton Awards v.l.: Prof. Dr. Rainer Scheuring, Enzo Strappazzon (Eaton), Daniel Wirtz, Marc-Robert Mierisch, Steffen Jünger, Prof. Dr. Hartmut Bärwolff
(Bild: Manfred Stern/FH Köln)

Mit dem Eaton Award werden jedes Jahr hervorragende Abschlussarbeiten von Studierenden aus den Bereichen Elektronik und Automatisierungstechnik an der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der Hochschule ausgezeichnet.

In Echtzeit Parameter ermitteln

In seiner Bachelorarbeit mit dem Titel „Entwicklung einer Sende- und Empfangs-Spule für die Magnet-Resonanz-Mammografie bei 9,4 Tesla“ hat Mierisch auf dem fachlich anspruchsvollen Gebiet der Elektrodynamik eine sowohl theoretisch als auch praktisch herausragende Bachelorarbeit mit einem hohen Innovationsanteil erstellt, wie die Fachjury mit Professoren der Fachhochschule Köln und einem Vertreter von Eaton urteilte.

Den zweiten Preis und 1.000 Euro erhielt Daniel Wirtz aus Gierath für seine Bachelorarbeit „Entwicklung eines rekursiven Parameterschätzverfahrens für ein nichtlineares Modell“. Ziel des Parameterschätzverfahrens ist es, durch Nutzung eines mathematischen Modells eines Hochdruckspeichers in Echtzeit Parameter zu ermitteln, die sich nicht messen lassen. Das Parameterschätzproblem wurde mit Hilfe der Methoden rekursive kleinste Quadrate und Kalman-Filter untersucht. Daniel Wirtz arbeitete sich selbstständig in diesen komplexen Themenbereich ein, der nicht Bestandteil des Bachelorstudiums ist.

Licht an Bedürfnisse am Arbeitsplatz einstellen

Den dritten Platz und damit ein Preisgeld von 750 Euro sicherte sich der Gummersbacher Steffen Jünger mit seiner Bachelorarbeit „Entwicklung von Regelalgorithmen zur Beleuchtungssteuerung“. Seine neuartigen Konzepte zur Beleuchtungssteuerung beruhen auf detaillierten Messungen einer RGBW-LED-Leuchte. Die entwickelten Regelalgorithmen erlauben es, Licht komfortabel an die Bedürfnisse am Arbeitsplatz einzustellen, sowie Fehler in Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur zu erkennen und zu regeln. Damit wird unter anderem eine intelligente und sparsame Ansteuerung der verwendeten Leuchtdioden möglich.

Das Energiemanagement-Unternehmen Eaton hatte den Eaton Award in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobt. Mit dem Förderpreis will Eaton talentierte Nachwuchsforscher unterstützen und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Köln und dem Unternehmen weiter ausbauen. (jup)

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