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Additive Fertigung Düsengetriebene Drohne im 3D-Druck gefertigt

| Redakteur: Peter Königsreuther

Aurora Flight Science nutzt additive manufacturing: Die Drohne mit einer Spannweite von 3 m wurde zu 80 % im 3D-Druck mit Leichtbaumaterialien von Stratasys gefertigt. Dadurch erreicht die Drohne Geschwindigkeiten von rund 240 km/h.

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Der führende Anbieter von modernen Drohnen, Aurora Flight Sciences, nutzt das Potenzial des 3D-Druckverfahrens, um die Konstruktions- und Bauzeit um die Hälfte zu verkürzen.
Der führende Anbieter von modernen Drohnen, Aurora Flight Sciences, nutzt das Potenzial des 3D-Druckverfahrens, um die Konstruktions- und Bauzeit um die Hälfte zu verkürzen.
(Bild: Stratasys)

Die Hochgeschwindigkeitsdrohne wurde erstmals auf der Dubai Airshow vorgestellt. Sie wird mit Leichtbaumaterialien von Stratasys gefertigt und erreicht dadurch Geschwindigkeiten von über 240 km/h.

In die Konstruktion und die Fertigung floss sowohl die Fachkompetenz von Aurora Flight Sciences als auch des 3D-Druck-Spezialisten Stratasys. Die Drohne besitzt eine Spannweite von 3 m und wiegt lediglich 15 kg. 80 % der gesamten Drohne wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt.

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Perfektes Zusammenspiel

Laut Dan Campbell, Luftfahrtentwicklungsingenieur bei Aurora Flight Sciences, wurden bei dem Projekt verschiedene Ziele erreicht. „Ein vorrangiges Ziel für uns bestand darin, der Luft- und Raumfahrtindustrie zu zeigen, wie schnell es von der Planung über den Bau bis zum Einsatz eines 3D-gedruckten, düsengetriebenen Luftfahrzeugs gehen kann. Unserer Kenntnis nach ist dies die größte, schnellste und aufwendigste, jemals im 3D-Druck gefertigte Drohne".

„Die Drohne ist ein perfektes Beispiel für das einmalige Potenzial, das sich mit der additiven Fertigung für die Luft- und Raumfahrt bietet", so Scott Sevcik, Aerospace & Defense Senior Business Development Manager, Vertical Solutions bei Stratasys. „Um die Vorteile der additiven Fertigung optimal zu nutzen und sowohl leichte als auch leistungsfähige Strukturbauteile im 3D-Druck zu fertigen, wurden verschiedene 3D-Druckmaterialien und -verfahren miteinander kombiniert."

Mit den additiven Fertigungslösungen von Stratasys konnte Aurora die Konstruktion optimieren, so dass eine steife und leichte Struktur ohne die allgemeinen Einschränkungen herkömmlicher Fertigungsverfahren entstand. Sie ermöglichten auch die kostengünstige Entwicklung eines individuellen - bzw. einsatzbezogenen Fahrzeugs, ohne die mit der Fertigung einer Kleinserie verbundenen Kostenzwänge hinnehmen zu müssen.

Jungfernflug nach Rekordzeit

Die Konstruktions- und Bauzeit konnte mit den 3D-Drucklösungen von Stratasys um die Hälfte verkürzt werden. „Mit der 3D-Drucktechnologie von Stratasys werden auch schnelle Konstruktionsänderungen möglich, was zu deutlich verkürzten Zeiten vom ursprünglichen Konzept bis zum ersten erfolgreichen Flug führte", fügt Campbell hinzu. „Alles in allem konnten wir dank dieser Technologie die Konstruktions- und Bauzeit des Luftfahrzeugs um die Hälfte verkürzen".

Laut Sevcik veranschaulicht das Projekt das Potenzial der Fused Deposition Modeling-Technologie (FDM), dem Flaggschiff der von Stratasys angebotenen 3D-Druckverfahren. „Die Aurora-Drohne ist der klare Beleg dafür, dass mit der FDM-Technologie eine vollständig geschlossene Hohlraumstruktur gefertigt werden kann, mit der es im Gegensatz zu anderen Herstellungsverfahren möglich ist, große - aber dennoch weniger dichte - Objekte herzustellen", erläutert er.

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