Pneumatik

Druckluft von wassereingespritzten Schraubenkompressoren ist sauber

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Um das Wasser nach dem Verdichtungsprozess wieder abzukühlen, werden in den Kompressoren großflächige Wärmetauscher eingesetzt, die für eine stets optimale Wassertemperatur im Kühlkreislauf sorgen. Die-se Wärmetauscher können je nach kundenseitigem Anforderungsprofil wasser- oder luftgekühlt ausgeführt werden. Aufgrund der niedrigen Verdichtungsendtemperatur, besonders beim Einsatz eines integrierten Kältetrockners, kann auf einen zusätzlichen Luft-Luft-Wärmetauscher zum Abkühlen der Druckluft vor dem Austritt in das Kundennetz verzichtet werden.

Der Keimzahlbildung wird effektiv entgegengewirkt

Als wesentliches Argument gegen die Wassereinspritzung wurde in der Vergangenheit immer wieder die Keimzahl-Konzentration im Wasserkreislauf aufgeführt. Es stimmt, Wasser ist „biologisch aktiv“. Das heißt: Nach einer bestimmten Standzeit in einem geschlossenen System besteht die Möglichkeit der Algen- und Keimbildung. Um dem entgegenzuwirken, werden die Anlagen weiterhin mit einem mehrstufigen „Sicherheitssystem“ ausgestattet, sodass biologisch-chemische Probleme erst gar nicht entstehen können.

Bei den wassereingespritzten Kompressoren Lento, die über einen integrierten Kältetrockner zur Frischwasserproduktion verfügen, wird beispielsweise ständig mehr Frischwasser produziert als im System benötigt wird. Überschüssiges Wasser wird dabei am Wasserbehälter mittels eines Sensorableiters mit Minimal-maximal-Überwachung automatisch abgeschieden. Dieses Wasser kann ohne weitere Aufbereitung in das öffentliche Abwassernetz eingeleitet werden. Durch die permanente Zufuhr von selbst erzeugtem Frischwasser und das gleichzeitige Ableiten von überschüssigem Wasser aus dem Kühlkreislauf wird das Wasser häufig „ausgetauscht“. Ein zusätzlicher Wasserfilter reinigt das Wasser von Schwebstoffen und Feststoffpartikeln. Als dritte „Sicherheitskomponente“ sorgt eine Opferanode dafür, dass Mineralien, die vom Wasser verbraucht werden, dem Wasser wieder zur Verfügung gestellt werden, damit die wasserführenden Metallteile nicht vom Wasser angegriffen werden. Dieses Prinzip ist aus vielen Technikbereichen und sogar der Haustechnik hinreichend bekannt und bewährt.

Mikrobiologische Unbedenklichkeit ist belegt

Durch diese mehrstufigen „Sicherheitssysteme“ innerhalb des Schraubenkompressors wird garantiert, dass die verbleibende Keimzahl innerhalb der Druckluft nicht steigt, ganz im Gegenteil, die Keimzahl wird drastisch gesenkt. Wie sich diese Sicherheitssysteme auf die Druckluft auswirken, wurde unter anderem durch unabhängige Institute überprüft. Als Beispiel kann hier eine Untersuchung des renommierten deutschen Institutes Fresenius herangezogen werden, bei der unter anderem die Mikrobiologie bezüglich der Keimdichte gemessen wurde.

Technik erzielt die höchste Qualitätsstufe

Bei dieser Untersuchung wurde eine Keimdichtezahl der Umgebungsluft von 43 lebenden Keimen gemessen. Nachdem diese Umgebungsluft im wassereingespritzten Kompressor verdichtet wurde, konnte auf der Druckluftaustrittsseite nur noch ein Wert unterhalb der Erfassungsgrenze an lebenden Keimen gemessen werden. Eine weitere Untersuchung hinsichtlich der Restölanteile wurde vom TÜV Rheinland vorgenommen und hier wurde die Lento-Baureihe nach ISO 8573-1 Klasse 0 (der höchsten möglichen Qualitätsstufe) klassifiziert.

Almig hat die Technologie der Wassereinspritzung nicht neu erfunden, aber durch die Kombination bekannter und bewährter Komponenten wirtschaftlich, beherrschbar und garantiert betriebssicher gemacht. 100% ölfreie Druckluft, erzeugt durch die wassereingespritzten Schraubenkompressoren, bieten Druckluft höchster Qualität und realisieren so die Vorraussetzung für die Kontinuität und Qualität vieler Fertigungsprozesse. MM

Volker Thomassen verantwortet das Produktmarketing der Almig Kompressoren GmbH in Köngen.

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