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Friedrich-Dessauer-Preis

Drohne verschafft schnelleren Rundumblick bei Katastrophen

| Redakteur: Monika Zwettler

Ein Studierender am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) hat für den eigenständigen Bau einer Drohne den Friedrich-Dessauer-Preis des VDE Rhein-Main erhalten. Die Drohne lässt sich über Virtual Reality steuern.

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Der Student Marcus Scherer erhielt den Friedrich-Dessauer-Preis für seine Master-Thesis „Development and Implementation of an Unmanned Aerial Vehicle with Stereoscopic Cameras Controlled via a Virtual Reality Head-Mounted Display”.
Der Student Marcus Scherer erhielt den Friedrich-Dessauer-Preis für seine Master-Thesis „Development and Implementation of an Unmanned Aerial Vehicle with Stereoscopic Cameras Controlled via a Virtual Reality Head-Mounted Display”.
( Bild: Frankfurt University of Applied Sciences/Oliver Gubba )

Der VDE Rhein-Main e.V. verleiht den mit insgesamt 1.500 Euro dotierten Preis einmal pro Jahr für die besten Abschlussarbeiten der Hochschule in den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, um hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anzuerkennen, den Nachwuchs zu motivieren und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieurinnen und Ingenieuren und deren Arbeit zu setzen.

Drohne gesteuert von Virtual Reality-Headset

Marcus Scherer erhielt den Friedrich-Dessauer-Preis für seine Master-Thesis „Development and Implementation of an Unmanned Aerial Vehicle with Stereoscopic Cameras Controlled via a Virtual Reality Head-Mounted Display”. Die mit 1.000 Euro prämierte Arbeit behandelt den eigenständigen Bau einer Drohne, die sich über ein Virtual Reality-Headset steuern lässt. Der Pilot der Drohne kann über zwei an der Drohne montierte Kameras, die mit dem Headset durch Funk verbunden sind, das sehen, was auch die Drohne „sieht“. Durch die Verbindung des Headsets mit der Steuerung der Drohne erreichte Scherer, dass jede Kopfbewegung auch eine Bewegung der Drohne erzeugt. Wenn der Pilot seinen Kopf dreht, dreht sich auch die Drohne; auf diese Weise kann der Pilot sich einen guten Rundumblick über ein großes Gebiet verschaffen. Scherer sieht den Einsatzbereich der Drohne daher insbesondere im Bereich der Such- und Rettungsmission, wo ein schnellstmöglicher Überblick über die Situation über Leben und Tod entscheiden kann.

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„Die von dem Absolventen des Master-Studiengangs ,High Integrity Systems‘ entwickelte Drohne ist jederzeit einsetzbar und, anders als Hubschrauber oder Flugzeuge, auch in bebauten Gebieten einfach zu nutzen“, unterstreicht Prof. Dr. Christian Baun, der die Master-Arbeit betreute.

Dynamische Lithium-Ionen-Batterien

Die Bachelor-Arbeit „Entwicklung und Validierung datenbasierter Modelle für Lithium-Ionen-Batterien“ von Hamza Hobbani wurde mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet. Der Absolvent des Bachelor-Studiengangs „Mechatronik“ untersuchte in seiner Arbeit verschiedene Berechnungsmodelle für das Verhalten von Lithium-Ionen-Batterien. Er bewertete die Ergebnisse dieser verschiedenen Modellierungen des dynamischen Verhaltens der Batterien anhand von simulierten und realen Daten. Anhand dieser Daten modifizierte er die Simulationen, um exakte Modelle des Verhaltens der Batterien digital nachbilden zu können. „Hobbani ging hier sehr systematisch vor und erstellt eine Bachelor-Arbeit auf höchstem Niveau“, lobte Prof. Dr.-Ing. Lothar Billmann, der die Arbeit betreute.

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