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Technische Dokumentation

Diese Neuheiten erleichtern die Erstellung von Technischen Dokumentationen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Pünktlich zur Tekom-Messe, die vergangene Woche in Stuttgatr stattfand, stellen die Anbieter von Software und Lösungen für die Technische Kommunikation, ihre Neuheiten vor - wir zeigen einige davon.

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Im Rahmen der Digitalisierung und zunehmender Regularien wächst der Stellenwert der Technischen Dokumentation. Hier stellen wir einige Neuheiten aus dem Bereich vor.
Im Rahmen der Digitalisierung und zunehmender Regularien wächst der Stellenwert der Technischen Dokumentation. Hier stellen wir einige Neuheiten aus dem Bereich vor.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Auf der Tekom, die vom 12. bis 14. November 2019 in Stuttgart stattfand, reichte die Themenspanne vom Erstellen verständlicher Gebrauchs- und Betriebsanleitungen über mobile Dokumentation auf Smartphones und Tablets bis hin zu Augmented Reality, intelligente Information und Content Management. Wir stellen einige Neuheiten für die technische Dokumentation vor.

Die Neuheiten im Überblick:

Bildergalerie

1. Technische Dokumentation und mobile Informationswelt mit Docufy

Docufy hat pünktlich zur Branchenmesse Tekom ein neues Release seines Redaktionssystems Cosima heraus gebracht. Cosima go! 8.0 ist das sofort einsatzfähige Redaktionssystem für alle Dokumentationsprozesse – egal, ob für Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik oder Software, so der Hersteller.

Cosima 8.0 mit neuen Features und besserer Usability:

  • Das Flaggschiff Cosima wartet im neuen Release 8.0 mit zahlreichen neuen Features und weiteren Verbesserungen der Usability auf.
  • So werden bei der Be-igel-ung (also das Versehen von Abbildungen in einer Technischen Dokumentation mit Positionsnummern) Texte in Bilder eingefügt, die ganz einfach übersetzt werden können.
  • Die Darstellungsmöglichkeiten von Linien, Flächen und Rahmen können vom Administrator CD-konform vorgegeben werden.
  • Mit dem neuen Feature „Schematron“ lassen sich XML-Inhalte präziser als mit DTD validieren. Das sorgt für „saubere“ Inhalte im Redaktionssystem.
  • In Cosima go! prüfen mitgelieferte Regeln mögliche Erfassungsfehler. Kunden können zudem eigene Regeln erstellen.
  • Für noch mehr Flexibilität bei der Modularisierung der Dokumente hat Docufy in Cosima go! die Document Type Definition (DTD) um neue Elemente erweitert.

Docufy Layouter mit neuen Funktionen

Aber nicht nur die Inhalte einer Dokumentation sind wichtig – auch ihre Optik kategorisiert auf den ersten Blick in gute und schlechte Qualität. Mit dem Docufy Layouter, den Docufy im Release 2.0 präsentiert, lassen sich Layouts noch individueller anpassen:

  • So gibt es neue Parameter für Listen und Warn-/Sicherheitshinweise, verschiedene Textinhalte lassen sich kombinieren und im Layout platzieren.
  • Neu sind auch Druckerei-Informationen und die Buchrücken-Gestaltung. Der Docufy Layouter liefert nun die für den professionellen Druck benötigten Informationen wie Anschnitt, Passkreuze oder Farbkeile.
  • Unternehmen mit hohem Exportanteil werden sich über die neuen Rechts-Links-Schriften wie Arabisch und Hebräisch freuen: Für Rechts-Links-Schriften dreht der Docufy Layouter nicht nur die Textrichtung, sondern automatisch auch alle anderen anzupassenden Teile des gestalteten Layouts.

2. GDS stellt für Content Delivery in den Mittelpunkt

Inhalte digital und zielgruppengerecht bereitstellen, jederzeit und unabhängig vom Endgerät: Content Delivery war das Schwerpunktthema der GDS-Gruppe bei der Tekom-Jahrestagung 2019.  Im Mittelpunkt: Easybrowse, die Content-Delivery-Lösung, mit der Anwender die Inhalte einer Technischen Dokumentation digital an spezifische Nutzergruppen ausliefern können.

Easybrowse ist eine Standardlösung für die Verwaltung und Bereitstellung von Informationen. Das System liefert die Inhalte zielgerichtet an verschiedene Nutzergruppen und kann aus unterschiedlichen Quellen befüllt werden. Easybrowse setzt dabei optional auf den neuen intelligent information Request and Delivery Standard (iiRDS).

Verknüpft mit den Redaktionssystemen von GDS wie zum Beispiel Docuglobe gelingt das Beschreiben variantenreicher Produkte problemlos, so der Hersteller. Docuglobe unterstützt Technische Redakteure bei der unkomplizierten und schnellen Erstellung von Publikationen.

Anwendertreff Maschinensicherheit

Die Maschinensicherheit ist ein wichtiges Thema: Die richtigen Normen müssen berücksichtigt und die Anforderungen der Maschinenrichtlinie müssen eingehalten werden. Der Anwendertreff Maschinensicherheit unterstützt Entwickler und Konstrukteure, die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen zu gewährleisten.

Mehr Infos

3. Etteplan entwickelt Cloud-Lösung für vereinfachtes technisches Englisch

Etteplan hat eine Cloud-Lösung für technische Dokumentation entwickelt – eigenen Angaben zufolge das weltweit erste SaaS-Produkt für vereinfachtes technisches Englisch. Damit reagiert das Unternehmen darauf, dass in der technischen Dokumentation die Nachfrage nach vereinfachtem technischen Englisch (Simplified Technical English, STE) weltweit zunimmt, heißt es.

Die SaaS-Variante von Etteplans Hyper-STE-Content Checker senkt die Hemmschwelle, englische Texte gemäß STE-Norm zu verfassen. Das steigert die sprachliche Qualität, erhöht die Produktsicherheit und reduziert die Kosten. Hyper-STE ist ein vollständig skalierbarer digitaler Service. Durch diesen Service können Organisationen aller Größenordnungen und Branchen sowie einzelne technische Redakteure auf den Content Checker zurückgreifen.

Die SaaS-Variante von Hyper-STE – einfach, schnell und preiswert

Zwar wurde Hyper-STE für die Erstellung von technischer Dokumentation entwickelt, ist jedoch mittelbar noch von wesentlich größerem Nutzen. Es gibt viele Situationen, in denen eine leicht lesbare, nutzerorientierte Dokumentation von wesentlicher Bedeutung ist. Hyper-STE gibt dem Verfasser unmittelbares Feedback und erstellt Klassifizierungen und Berichte zur Konformität der Texte mit der STE-Norm. Das Tool prüft, ob Stil und Grammatik den STE-Regeln entsprechen und ermöglicht die Erstellung spezifischer Glossare.

Das neue Cloud-basierte Hyper-STE ist in drei Abonnementversionen erhältlich: Basic, Professional und Enterprise. Das Basic-Abo kostet 35 € und das Professional-Abo 75 € pro Nutzer und Monat.

4. Mobile Dokumentation am Smartphone durchführen mit Livedok

Livedok ist eine Dokumentationssoftware des Unternehmens Rösberg, die auf die Belange der Betriebsbetreuung und Instandhaltung von technischen Anlagen zugeschnitten ist. Die mobile Variante der Software hat für die Anlagendokumentation einige Vorteile.

Digitale Dokumentation an jedem Ort

Anwender verfügen an allen Einsatzorten über eine gültige und aktuelle Dokumentation, die alle Ergebnisse von Prüfungen und Änderungen belegt. Das erhöht die Anlagensicherheit, die Vorgaben der Regelüberwachung und Betriebssicherheitsverordnung werden erfüllt.

So funktioniert die App:

Da es sich um eine Web-Applikation handelt, muss der Anwender keine Software installieren, er benötigt nur einen Internet-Browser auf dem jeweiligen Bediengerät. Livedok.web ist für Touch-Bedienung ausgelegt und arbeitet betriebssystemunabhängig, lässt sich also auf Windows-, Android- oder IOS-Geräten nutzen. Der Anwender ist damit nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden, sondern hat immer Zugriff auf die aktuellste Version der Dokumentation.

Das webbasierte Add-On zum Dokumentationstool Livedok ermöglicht eine durchgängige digitale Dokumentation, auch im Ex-Bereich. Das Tool überträgt vor Ort gemachte Änderungen direkt an einen zentralen Server. Dort stehen die aktuellen Informationen allen Anwendern zur Verfügung. Mit der App können Anwender an allen Einsatzorten auf die aktuellste Version der Dokumentation zugreifen.

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