Steckverbinder

Die Zwerge der Anschlusstechnik

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Kostengünstig bei Konfektionierung, Service und Wartung

Die Produktfamilie Har-Flexicon erfüllt diese Erwartungen. Ihre Handhabbarkeit im Feld, bei der Konfektionierung wie auch bei Service und Wartung, wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit eines Gesamtsystems aus: Je einfacher und schneller sich Komponenten bei einer Störung austauschen lassen, desto geringer sind die Kosten, weil auch die Verfügbarkeit der Anlage steigt.

Bei Har-Flexicon können selbst die Verbindungselemente mit dem kleinsten Rastermaß im Feld ohne Spezialwerkzeug und ohne Spezialausbildung leicht konfektioniert werden. Der Monteur braucht lediglich das Standard-Handwerkszeug wie Schraubenzieher und Seitenschneider – ermöglicht wird dies durch schnelle schraubenlose Anschlusstechniken mit Push-In-Federkraft und Schneidklemmen. Flexible Einzelleiter werden ohne gesondertes Abisolieren mit Schneidklemm-Schnellanschlusstechnik (Insulation Displacement Connector IDC) kontaktiert. So ist eine einfache Lösung oder Fixierung des Steckverbinders möglich.

Die fehlervermeidende Kontaktsicherung erhöht die Stecksicherheit, es ist völlig unproblematisch, mehrfach zu stecken und zu lösen. Auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen kann die Steckverbindung schnell ausgeführt werden.

Kostenvorteile für den Hersteller

Auch für die Hersteller von Geräten und Komponenten wie Sensoren und Aktoren bietet die neue Technik Vorteile bei der Leiterplattenbestückung. Während heute in der Montage von Bauteilen das SMT-Verfahren (Surface Mount Technology) Standard ist, gelten die Elemente der Anschlusstechnik vielfach noch als die letzten verdrahteten Teile auf der Leiterplatte. Das hatte auch gute Gründe, denn die Anschlusstechnik hat andere Belastungen zu verkraften als die elektronischen Bauteile. Die Mechanik des Steckens und Lösens erzeugt Scherkräfte, die die Festigkeit und die Verbindungssicherheit beeinträchtigen können. Herkömmliche Bestückungs-Techniken wie Durchsteckmontage oder Through-Hole-Technology THT) und das übliche Wellenlöten sollten bisher die einwandfreie Funktion sicherstellen. Das bedeutete jedoch für die Hersteller, dass sie speziell für die Anschlusstechnik einen eigenen Bestückungsprozess und ein eigenes Lötverfahren einrichten mussten.

Auf das SMT-Verfahren abgestimmt

Dieser Kostenfaktor gehört mit Har-Flexicon und der bereits eingeführten Produktfamilie Har-Flex der Vergangenheit an. Beide Produktserien sind vollständig auf die Arbeitsprozesse des SMT-Verfahrens ausgerichtet und können in den heute üblichen, maschinellen Verfahren verarbeitet werden. Die entsprechenden Teile werden bereits in der Gurtverpackung geliefert und können mit dem automatischen Pick-and-Place-Verfahren auf die Leiterplatte aufgebracht werden. Die geringere mechanische Festigkeit typischer SMT-Komponenten im Vergleich zur Durchsteckmontage wird dadurch ausgeglichen, dass der Steckverbinder größere Kontaktflächen aufweist, die ihn sicher mit der Leiterplatte verbindet. Durch dieses spezielle Design haben die Produkte einen bedeutenden Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen Leiterplattenanschluss-Konzepten. (mz)

* *Lennart Koch, Global Product Manager Device Connectivity bei der HARTING-Technologiegruppe in Espelkamp

(ID:40229020)