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ATE Antriebstechnik

Die Sonderlösung als Serienprodukt

| Autor: Ute Drescher

Immer, wenn Motoren gefordert sind, die eine hohe Leistungsdichte auf möglichst kleinem Bauraum aufweisen müssen, kommt ATE Antriebstechnik ins Spiel. Das Unternehmen punktet mit schnellen und flexiblen Lösungen.

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Gleich mehrer elektrische Antriebe entwickelte ATE für den Porsche 919 Hybrid.
Gleich mehrer elektrische Antriebe entwickelte ATE für den Porsche 919 Hybrid.
( Bild: Porsche AG )

Alles, was wir brauchen, ist Kupferdraht und Allgäuer Querköpfe", schmunzelt Herbert K. Sutter. Der Slogan der ATE Antriebstechnik und Entwicklungs GmbH & Co. KG umschreibt die Philosophie des Leutkircher Unternehmes treffend, findet der Geschäftsführer. ATE hat sich auf die Entwicklung und Fertigung elektrischer Spezialantriebe spezialisiert, kundenspezifische Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten oder, wie Sutter es ausdrückt: „Wir gehen gemeinsam mit dem Kunden den Weg zum Ziel“. Die Stärken des Unternehmens liegen in den kurzen und schnellen Reaktionszeiten auf die Problemstellungen der Kunden und der Möglichkeit, sowohl kleine Stückzahlen zwischen 3 und 100 als auch mittlere Serien bis zu mehreren Tausend fertigen zu können. Darüber hinaus entwickeln die Allgäuer gemeinsam mit dem Kunden vor allem Antriebslösungen, die mit hoher Leistungs- und Drehmomentdichte auf kleinem Bauraum punkten und damit ihresgleichen suchen.

Nachhaltigkeit als Firmenphilosophie

Gegründet im Jahr 2000 von vier Gesellschaftern – Herbert K. Sutter war einer von ihnen – beschäftigt ATE heute etwa 100 Mitarbeiter, davon etwa zwei Drittel in der Fertigung; die Administration wird bewusst schlank gehalten. Die Wachstumsraten lagen bisher regelmäßig zwischen 5 und 10 %. Finanzielle Unabhängigkeit und nachhaltiges Denken gehören für Sutter zu den wichtigsten Werten des Unternehmens.

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Als Keimzelle des Erfolgs aber betrachtet Sutter die Entwicklungsabteilung, hier erarbeiten die „Allgäuer Querköpfe“ Lösungen für „jedes (un-)denkbare Einsatzgebiet“, wie Stefan Heinz erklärt. Dabei kommen moderne Programme zur Magnetkreis- und Festigkeitsberechnung zum Einsatz, die ATE teilweise sogar selbst entwickelt, wie der Technische Leiter erklärt. Darüber hinaus tauschen sich die Teams aus Elektrotechnik- und Mechanik-Ingenieuren direkt mit führenden Universitäten und Hochschulen aus.

Flexible Fertigung sichert Qualität

Die schnelle und flexible Umsetzung kundenspezifischer Entwicklungen erfordert auch eine hohe Flexibilität von den Prozessen und Maschinen in der Fertigung. Um die auszubauen, hat ATE kräftig in Maschinen und Anlagen für die Produktion der Motoren investiert. So verfügt das Unternehmen heute unter anderem über eine hauseigene Laserschneidanlage für Elektroblech sowie über moderne Einrichtungen zum Vakuumverguss von Wicklungen. Mit automatisierten Prüfsystemen kontrollieren die Allgäuer ihre Produktion zu 100% und stellen so die Qualität der Motoren sicher.

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Über den Autor

Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht