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Die Spezialantriebe sind für hohe Drehzahlen bzw. hohe Drehmomente bei kleinen Drehzahlen ausgelegt. „Allen gemein ist, dass sie die Leistung immer auf kleinstem Raum optimal ausnutzen“, betont der Technische Leiter Heinz. So entstehen Geometrien, denen man die Leistung kaum ansieht. Die Bandbreite der bisherigen Entwicklungen zeigt anschaulich, wie breit die Allgäuer aufgestellt sind: So entwickelte ATE 2008 seinen kleinsten Motor, einen Mikroantrieb mit einem Durchmesser von wenigen mm, der 1 Million min-1 schafft. „Das ist Weltrekord“, zwinkert Sutter. Der größte Motor dagegen, ein Direktantrieb für ein kleines Wasserkraftwerk, misst 1,6 m im Durchmesser, erreicht eine Leistung von 300 kW und bringt 3 bis 4 t auf die Waage.
Gleich mehrere elektrische Antriebe entwickelt und fertigt ATE für das Porsche LMP1-Rennfahrzeug 919 Hybrid. Damit siegten Formel 1 Fahrer Nico Hülkenberg mit seinen Fahrerkollegen Earl Bamber und Nick Tandy beim 24-h-Rennen in Le Mans sensationell gleich in der zweiten Saison nach dem Wiedereinstieg von Porsche. "Wir sind sehr stolz, dass wir mit unseren Hochleistungsantrieben Made in Leutkirch maßgeblich zum Erfolg von Porsche in Le Mans beitragen konnten", freut sich Herbert Sutter.
Elektromotor
Renaissance des Asynchronmotors
Das ist aber nicht ATEs einziges Projekt im Rennsport. „Genau in diesem Bereich sind die Forderungen nach Elektromotoren mit höchstem Wirkungsgrad und Leistungsdichte am Größten“, nennt Stefan Heinz den Grund. Darüber hinaus eignen sich die ATE-Antriebe für viele weitere Anwendungen, etwa in der Werkzeugmaschinenindustrie, Luftfahrt, Medizintechnik, Automobilindustrie oder Wasserkraftwerken. Auf keinen Fall möchte Herbert Sutter aber Einsatzgebiete ausschließen, die noch nie da waren – das seien schließlich die liebsten Herausforderungen der Allgäuer.
SPS IPC Drives 2016: Halle 4, Stand 170
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