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PTC Live Worx Europe Die digitale und die reale Welt verschmelzen zunehmend im Internet der Dinge

Bis auf den letzten Platz ausverkauft war die diesjährige Anwenderkonferenz PTC Live Worx Europe, die Ende November in Stuttgart stattfand, und sich so zur größten PTC-Veranstaltung aller Zeiten in Europa entwickelt hat. Die Veranstaltung startete mit inspirierenden Keynote-Vorträgen, etwa zum Nutzen eines Digitalen Zwillings in der Produktentwicklung und im Produktlebenszyklus. Zudem hatte PTC einige Neuheiten wie Windchill 11 und Kooperationen für den Bereich Internet der Dinge (IoT) zu verkünden.

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Neue Ansätze für Produktentwicklung, -betrieb und -wartung durch das Internet der Dinge – das zeigte die PTC Live Worx Europe in Stuttgart.
Neue Ansätze für Produktentwicklung, -betrieb und -wartung durch das Internet der Dinge – das zeigte die PTC Live Worx Europe in Stuttgart.
(Bild: PTC)

Die PTC Live Worx Europe begann mit einer anregenden Keynote von Jim Heppelmann, dem Präsidenten und CEO von PTC, der die IoT-Vision des Unternehmens im Hinblick auf die Integration von digitaler und realer Welt vorstellte. „Traditionell bekam der Produktentwickler nicht viel Feedback von den Kunden, nur, wenn etwas schief ging. Aber wir befinden uns in einem Wandel: Produkte werden im IoT zunehmend intelligent“, führte Heppelmann aus. Das Geschäftsfeld IoT sei demnach die natürliche Erweiterung des PTC-Portfolios. Im Laufe der vergangenen Jahre hat PTC sein IoT-Portfolio kontinuierlich erweitert: Basis bildet das traditionelle PTC-Portfolio mit Windchill usw. Die Technologien des zugekauften Unternehmenn Axeda sorgen für das Verbinden, mit den Produkten von ThingWorx werden IoT-Anwendungen erzeugt und mit der Übernahme von Vuforia steht nun auch Augmented Reality zur Verfügung.

Dinge erlebbar machen.
Dinge erlebbar machen.
(Bild: M. Zwettler/konstruktionspraxis)

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Was der digitale Zwilling kann

Sehr spannend war der folgende Vortrag von Mike Campbell, bisher verantwortlich für den Produktbereich Creo, hat eine neue Position im Unternehmen: Er ist nun neu für den Bereich Digital Twin verantwortlich. In dieser Funktion zeigte er ein Beispiel, bei dem der digitale Zwilling bereits im Einsatz ist.

Der Hersteller von Mountainbikes Santa Cruz hat ein Bike mit Sensoren und Steuereinheit ausgestattet. Zunächst konnte man Daten wie Lenkeinschlagwinkel, Trittfrequenz und Geschwindigkeit der Räder auf einem mit ThingWorx realisierten Dashboard in Echtzeit verfolgen. Diese Daten stehen auch in Creo am CAD-Modell des Rads zur Verfügung. Das Radmodell, der digitale Zwilling, bewegte sich analog zum realen Produkt. Schließlich führte Campbell noch vor, was mithilfe von Augmented Reality möglich ist: Das Livebild des IPads wurden um die aktuellen Echtzeit-Daten erweitert. Das physische, mit Sensoren ausgestattete Objekt wurde also digital erlebbar gemacht – laut PTC die Zukunft aller unserer Produkte.

Big Data in der Formel 1

Was das Internet der Dinge mit der Formel 1 zu tun hat, zeigte ein Vortrag von Red Bull-Manager Mark Gallagher und Rennfahrer David Coulthard: Denn in der Formel 1 ist das Datensammeln im Form von Erfassung und Übertragung der Messwerte schon seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Baustein für Konstrukteure und Rennfahrer, um ihre Performance zu optimieren.

(Bild: PTC/Matthias Fend Photography)

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

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