Faserverbundwerkstoffe

Deutsche Composite-Messe verzeichnet hohe Internationalität

| Redakteur: Dorothee Quitter

Studenten des Teams InVentus der Uni Stuttgart (Institut für Flugzeugbau) präsentierten ihr VentoMobil. Dieses Gegenwindfahrzeug, das zum größten Teil aus Composites besteht, wird zu 100 % durch Wind angetrieben und kann Geschwindigkeiten bis zu 80 % der Windgeschwindigkeit erreichen.
Studenten des Teams InVentus der Uni Stuttgart (Institut für Flugzeugbau) präsentierten ihr VentoMobil. Dieses Gegenwindfahrzeug, das zum größten Teil aus Composites besteht, wird zu 100 % durch Wind angetrieben und kann Geschwindigkeiten bis zu 80 % der Windgeschwindigkeit erreichen. (Bild: D.Quitter/konstruktionspraxis)

Die diesjährige Fachmesse Composites Europe spiegelte die guten Marktaussichten für die Composite-Industrie wider. Mit insgesamt 406 Ausstellern aus 28 Nationen und 8.342 Besuchern blieb die Messe zwar leicht unter dem Vorjahresergebnis (2016: 8.622), verzeichnete aber erneut eine hohe Internationalität.

So kamen 40 % der Besucher aus dem Ausland. Der Schwerpunkt lag dabei auf Europa. Insgesamt waren Besucher aus 63 Nationen auf der Composites Europe zu Gast. Zu sehen gab es den gesamten Fertigungsprozess vom Rohmaterial bis zum Halbzeug und fertigen Bauteil.

Bedeutung von Multimaterial-Lösungen steigt

Besonders im Multimaterial-Leichtbau spielen Faserverbundwerkstoffe ihre Stärken aus. Denn inzwischen ist es eindeutig, dass sich die Anforderungen des modernen Leichtbaus nicht mehr innerhalb eines einzelnen Werkstoffs beantworten lassen, sondern beste Lösungen nur mit hybridem Leichtbau erreicht werden können. Die konstruktionspraxis war vor Ort und hat einige für Konstrukteure und Entwickler interessante Highlights in Bildern eingefangen:

Gute Aussichten für die Composites-Industrie

Faserverbundwerkstoffe haben vor allem den Automobilbau, die Luftfahrt und das Bauwesen weiter vorangetrieben. Auch im vergangenen Jahr stieg die Herstellungsmenge Glasfaserverstärkter Kunststoffe (GFK) – der mit 95 % Marktanteil nach wie vor größten Materialgruppe – erneut um 2 % gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland, dem größten Composites-Markt Europas, legte die Produktion mit 3 % sogar leicht überdurchschnittlich zu. Insgesamt betrug die GFK-Herstellungsmenge rund 1,12 Mio. Tonnen, so das Ergebnis des aktuellen Composites-Marktberichts 2017 des Branchenverbandes AVK. Die Unternehmen blickten auf jeden Fall positiv in die Zukunft. Laut der aktuellen halbjährlichen Composites-Markterhebung in Deutschland geht nur 1% von einem Rückgang des Engagements aus, dagegen rechnet fast die Hälfte der Befragten mit einem steigenden Engagement ihres Unternehmens im Composites-Bereich. (qui)

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