CE-Kennzeichnung

Deutsche Cloud-Lösung vereinfacht die Technische Dokumentation

| Autor / Redakteur: Alexandra Langstrof* / Jan Vollmuth

(Bild: CE-Con)

Durch die zunehmende Vernetzung im Zeitalter von Industrie 4.0 werden Produktionsabläufe immer komplexer. Die Risikobeurteilung stellt für Konstrukteure eine wachsende Herausforderung dar. Eine Cloud-Software hilft, den Aufwand zu reduzieren und vereinfacht das vernetzte Arbeiten.

Die Sicherheit einer Maschine muss im gesamten Maschinen-Lebenszyklus gewährleistet sein und bereits während der Konstruktionsphase in den Blick genommen werden. Menschen, Maschinen und Logistiksysteme stehen im ständigen Kontakt zueinander. Diese zunehmende Vernetzung stellt die Verantwortlichen vor neue Aufgaben. Um den ohnehin schon komplexen und umfangreichen CE-Zertifizierungsprozess zu vereinfachen, entwickelte der Spezialist im Bereich Maschinensicherheit CE-CON die Cloud-Software CE-CON Safety, die im Juni zum Gewinner des IHK Awards „WeGoDigital“ im Bereich Maschinenbau gewählt wurde . Die Lösung reduziert den Aufwand einer CE-Kennzeichnung und vereinfacht darüber hinaus vernetzte Arbeitsweisen.

CE-Kennzeichnung effizient umsetzen

Eine Risikobeurteilung ist gemäß EG-Maschinen-Richtlinie 2006/42/EG obligatorisch, um eine Konformitätserklärung abgeben zu können. Die Anforderungen aus der Maschinen-Richtlinie beziehen sich auf ein hohes Niveau im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz. Hersteller oder Betreiber von Anlagen und Maschinen sind verpflichtet, die zahlreichen Vorschriften einzuhalten. Wird die Maschine in München konstruiert, in Rumänien hergestellt und in Portugal in Betrieb genommen, stellt eine Software eine große Hilfe in den einzelnen Phasen dar, besonders wenn sie von überall erreichbar ist.

Die Cloud hat sich bereits in vielen Bereichen des Alltags etabliert. Das gilt zunehmend auch beim Thema Maschinensicherheit – aus gutem Grund: Die Sicherheit einer Maschine muss durchgängig beurteilt und dokumentiert werden. Im System befinden sich alle aktuellen Richtlinien und Daten zu harmonisierten Normen, die der CE-Kennzeichnung zugrunde liegen. Die Anwender werden intuitiv durch den gesamten Prozess geführt und erhalten Hinweise, wenn eingegebene Informationen unvollständig oder fehlerhaft sind.

Risikobeurteilung per Mausklick übernehmen

Nachdem die Anwender in der Cloud-Software die relevanten EG-Richtlinien und harmonisierten Normen ermittelt haben, kommt es zum nächsten Schritt: Der vorschriftsgemäßen Durchführung der Risikobeurteilung. Gefährdungen, die an der Maschine existieren, werden systematisch identifiziert. Mögliche Schutzmaßnahmen werden unter Berücksichtigung des 3-Stufen-Verfahrens und der Einschätzung des vorhandenen Restrisikos ermittelt. In der Software stehen den Verantwortlichen zwei unterschiedliche Systeme zur Risikobewertung zur Verfügung. Eines davon ist das international bekannte Verfahren der HRN (Hazard Rating Numbers) zur Bewertung von Gefährdungen an Maschinen. Die Kriterien zur Einstufung sind fein abgestuft und somit ist eine gute Einschätzung zur Höhe eines Risikos möglich. Das bewährte CE-CON Safety System wurde vom Vorgänger dieser Lösung, „Clever Risk Assessment“, übernommen. Beide Systeme entsprechen den Anforderungen der internationalen Norm ISO 12100:2010.

Nachweisdokumentation auf Knopfdruck

Ein intuitiv bedienbares Menü leitet den Anwender durch den CE-Kennzeichnungs-Prozess. Die Risikobewertung selbst wird im Programm nach dem Ausschluss-Prinzip erstellt: Nicht auftretende Gefährdungen werden ausgeschlossen, identifizierte Gefahrenstellen und Maßnahmen zur Minderung des Risikos beschrieben und in das Projekt importiert. Diese Projekte können als Vorlagen jederzeit wieder verwendet werden. Eine Strukturierung über Baugruppen erleichtert die Arbeit im Projekt. Für Piktogramme, Perfomance-Level und Benutzer-Informationen können Checklisten erstellt werden, die der Verantwortliche vor Ort abarbeiten kann. Dank der Software können sich die Anwender wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, sichere Maschinen in Verkehr zu bringen.

Sicherheit in der Cloud

Das Thema Sicherheit spielt eine erhebliche Rolle bei der Entwicklung der CE-Software. Denn die Anwender erwarten, dass ihre Daten sicher verwahrt werden. Wichtige Unternehmensinformationen müssen vertraulich behandelt werden. Dazu zählt auch, dass keine Daten nach außen gelangen können. Daher ist es wichtig, wie und wo Daten gespeichert werden und mit welchen Verschlüsselungstechniken dem Nutzer Zugang zu seinen Daten verschafft wird.

Auf diese Sicherheit legt CE-CON besonderen Wert. CE-CON Safety wird in einem Rechenzentrum in Bremen betrieben, das redundant ans Glasfasernetz angeschlossen ist und permanent überwacht wird. In Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit garantiert der Hersteller die Einhaltung aller Anforderungen.

Ergänzendes zum Thema
 
In 6 Schritten zur CE-Kennzeichnung im Maschinenbau

„Als weltweit führender Hersteller von Lichtbogen-Schweiß- und –Schneidbrennern erkennen wir technologische Trends. Die vom Gesetzgeber geforderte Risikobeurteilung zur CE-Kennzeichnung bilden wir mit CE-CON Safety ab. In dieser Cloud-Software finden wir stets die neuesten Normen und Richtlinien für die CE-Zertifizierung durch automatisiert durchgeführte Updates aus dem Hause CE-CON. Besonders schätzen wir, dass wir von der Software durch die Prozesse hindurch begleitet werden, automatisch Hinweise erhalten, wenn etwas fehlt, und beispielsweise Projekte einfach kopieren können. Dank CE-CON Safety erstellen wir heute komfortabel eine Risikobeurteilung und sparen uns dabei viel Zeit und Aufwand.“ Udo Kessler / Alexander Binzel Schweisstechnik GmbH & Co. KG (jv)

* Alexandra Langstrof ist freie Mitarbeiterin der CE-CON GmbH.

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