Volksmechanik Der Riss als Starterkerbe und das Gesicht der Dürre

Autor / Redakteur: C. Mattheck, K. Bethge, K. Weber / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Es ist ein bekanntes Bild: Ausgetrockneter Boden bildet Risse aus. Wie diese als Starterkerbe wirken, Kerbspannungen erzeugen und damit als Bruchmechanikbeispiel der Natur dienen, zeigen Prof. Mattheck und seine Kollegen vom KIT hier.

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Prof. Dr. Claus Mattheck vom KIT ist u.a. Experte für Bauteiloptimierung und gilt als Vorreiter der Bionik. Hier zeigt er, welche Lehren aus der Rissbildung auf trockenem Boden gezogen werden können.
Prof. Dr. Claus Mattheck vom KIT ist u.a. Experte für Bauteiloptimierung und gilt als Vorreiter der Bionik. Hier zeigt er, welche Lehren aus der Rissbildung auf trockenem Boden gezogen werden können.
(Bild: Mattheck/KIT)

Gekrümmte oder mäandrierende Risse weisen oft seitlich abzweigende Risse auf. Das Entstehen des Primärrisses ändert nicht selten die Lastrichtung. Damit entstehen Kerbspannungen an Konkavitäten der Primärrissfragmente. Die Trocknungsrisse in Äckern oder in lehmigen Wegesrändern sind gute Lehrbeispiele: Sie sind das Gesicht der Dürre. Was wir daraus lernen: Konkavitäten in einer Rissfront können bei passender Belastung wie Kerben wirken und Sekundärrisse starten. Dies alles wird hier ohne viel Prosa in der Bildergalerie erklärt:

Bildergalerie

* C. Mattheck, K. Bethge, K. Weber, KIT Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Angewandte Materialien, 76021 Karlsruhe

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