Produktion in Deutschland „Der günstigste Preis darf nicht länger das einzige Kriterium sein“

Redakteur: Ute Drescher

Nico Feichtinger hatte eine Vision: Der Unternehmer wollte medizinische Masken produzieren, in Deutschland und mit deutschen Maschinen. Doch gegen die Konkurrenz aus China hat er keine Chance.

„Die öffentlich Hand sollte angehalten werden, Produkte aus regionaler Herstellung zu fördern und zu unterstützen“, fordert Nico Feichtinger, Geschäftsführer der Typ IIR GmbH.
„Die öffentlich Hand sollte angehalten werden, Produkte aus regionaler Herstellung zu fördern und zu unterstützen“, fordert Nico Feichtinger, Geschäftsführer der Typ IIR GmbH.
(Bild: Typ IIR)

Seit Beginn der Corona-Pandemie kommen fast alle Corona-Schutzmasken aus China. Das wollte der Berliner Unternehmer Nico Feichtinger ändern und produzierte mit der Typ IIR GmbH in seinem Berliner Werk täglich bis zu 35.000 zertifizierte medizinische OP-Masken. Feichtinger wollte medizinische Masken herstellen, bei denen sämtliche Vorprodukte sowie die Produktionsanlage aus Deutschland stammen. Doch gegen die Konkurrenz aus Fernost hat er als deutscher Hersteller keine Chance – trotz Förderprogrammen.

Als die Regierung im vergangenen Jahr Unternehmer zur Maskenproduktion aufrief, war Nico Feichtinger sofort dabei. Als Unternehmer sah Feichtinger natürlich die Möglichkeit einer weiteren Einnahmequelle. Doch in erster Linie wollte der Berliner das deutsche Gesundheitssystem sowie Hilfsorganisationen mit Schutzausrüstung vor der sich ausweitenden Pandemie unterstützen.