Montagesysteme Der Automatisierungpartner Pfuderer feiert 50-jähriges Firmenjubiläum

Redakteur: Stefanie Michel

Reinhold Pfuderer gründete 1960 das Unternehmen für den Bau von Sondermaschinen. Heute realisiert der Partner für automatische Montage- und Prozesssysteme Projekte mit Projektvolumina von bis zu 3 Millionen Euro.

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Reinhold Pfuderer, Gründer der Pfuderer Maschinen GmbH. (Bild: Pfuderer)
Reinhold Pfuderer, Gründer der Pfuderer Maschinen GmbH. (Bild: Pfuderer)

1960 gründete Reinhold Pfuderer das Unternehmen gemeinsam mit einem Partner unter dem Namen Pfuderer & Toscha. Vier Jahre später wurde das neue Firmengebäude in Ludwigsburg bezogen und Reinhold Pfuderer führte das Unternehmen allein unter dem Namen Pfuderer Maschinenbau weiter. Im gleichen Jahr realisierte er den ersten Längstransfer-Montageautomaten, auf dem im Auftrag von Faber-Castell TK-Bleistifte zusammengesetzt wurden.

In den 1990er Jahren begann Pfuderer Maschinenbau sich intensiv mit der Modultechnik zu beschäftigen und realisierte 1996 für Siemens ein erstes Grundmodul mit Handlingen. Diese Ausrichtung wurde auf Prozessmodule ausgedehnt. Die Zukunft sieht man bei Pfuderer in mechatronischen Modulen für die Automation.

Im Interview gibt Unternehmensgründer Reinhold Pfuderer Einblicke in 50 Jahre Firmengeschichte:

Herr Pfuderer, Sie feiern im September 2010 ein Jubiläum. Vor 50 Jahren gründeten Sie die Pfuderer Maschinenbau GmbH. Wenn Sie zurückblicken: Was hat sich Ihrer Meinung nach in der Branche Maschinenbau seit damals besonders verändert?

Jede Menge natürlich. Aber das wichtigste für mich und das Unternehmen Pfuderer ist, dass wir uns seit dem Gründungsjahr 1960 über unser angestammtes Gebiet, den Sondermaschinenbau, hinaus weiter entwickelt haben. Damals war es wichtig, eine Maschine für die Montage eines Produkts bauen zu können, die dann unverändert lief. Inzwischen müssen Anlagen den schneller wechselnden Anforderungen des Weltmarkts gerecht werden. Deshalb freue ich mich, dass wir in der automatischen Werkstückmontage mit automatischer Werkstückzuführung beachtliche Fortschritte gemacht haben. Bei mechatronischen Fertigungsabläufen, mit zwischengeschalteten Prüfungen, die die automatische Baugruppenmontage inzwischen deutlich bestimmen, können wir mehr als mithalten.

Was hat Sie damals bewogen Ihren eigenen Weg zu gehen?

Es hatte mich während der ganzen Zeit meiner Ausbildung und ersten Berufsjahre gereizt, Konstruktionsaufgaben zu lösen und diese Lösungen umzusetzen. Die Erfahrungen aus meiner Angestelltenzeit überzeugten mich außerdem, meinem Urteil zu vertrauen. Als dann Ende der fünfziger Jahre die Montagetechnik aufkam und damit eine innovative, effiziente Möglichkeit der Produktion von Investitionsgütern Einzug in die Betriebshallen hielt, fand ich, dass meine Zeit gekommen war. Ich war 30, hatte Berufserfahrung in namhaften Unternehmen gesammelt, war fasziniert von der neuen Technik und sah die Selbstständigkeit als Chance, genau das zu machen, was ich konnte.

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