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3D-Druck Den Designprozess beschleunigen

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Makerbot bietet 3D-Drucker mit FDM-Technologie zur Herstellung von Prototypen an. Konstruktionspraxis sprach mit Valentin Storz, General Manager Makerbot EMEA, über deren Einbindung in die Produktentwicklung.

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Die Software Maker Bot Print macht den 3D-Druck von Bauteilen direkt aus der CAD-Datei möglich.
Die Software Maker Bot Print macht den 3D-Druck von Bauteilen direkt aus der CAD-Datei möglich.
(Bild: Maker Bot)

Welchen Beitrag kann ein 3D-Drucker von Makerbot beziehungsweise das entstehende Kunststoff-Modell während des Entwicklungsprozesses leisten?

Der Einsatz von 3D-Druckern macht den Entwicklungsprozess schneller, besser und kostengünstiger. Speziell für die ersten Iterationen bringen unsere Drucker hohe Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne. Im Regelfall können gegenüber den klassischen Fertigungsverfahren, bspw. der Zerspanung, 50 % der Kosten und Zeit eingespart werden.

In der Softwareentwicklung sind agile Methoden, wie bspw. Scrum, mit schnellen Feedbackzyklen inzwischen zum Standard geworden. Mit einem Makerbot-Replicator-3D-Drucker können die Vorteile schneller Feedbackzyklen in die Entwicklungsprozesse physischer Produkte übertragen werden. Unsere Kunden konstruieren tagsüber im CAD und drucken über Nacht ein 3D-Modell, das sie am nächsten Tag im Team oder mit dem Kunden besprechen. Dadurch können die Produkte schneller am Markt eingeführt werden.

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Wie unterstützt die neue Software Makerbot Print den Konstrukteur bei der Modellerstellung?

Makerbot Print ist darauf ausgelegt, den 3D-Drucker einfach und effizient in den Arbeitsablauf der Konstruktion einzubinden. Die Software arbeitet mit allen gängigen CAD-Programmen und eliminiert die Notwendigkeit, jedes Bauteil als STL-Datei zu exportieren. Mit Makerbot Print können komplexe Baugruppen direkt aus der CAD-Datei importiert werden, welche anschließend automatisch auf einer oder mehreren Bauplatten angeordnet werden. Der Druck erfolgt dann nacheinander oder gleichzeitig auf mehreren Makerbot-3D-Druckern, die über Netzwerk oder Internet angesteuert werden. Benutzer können nun auch 3D-Dateien sowie mehrere Bauplatten in Projekten verwalten sowie Projektdateien einfach als Anhang versenden und mit anderen zusammenarbeiten. Für den Konstrukteur bedeutet das eine erhebliche Zeiteinsparung und ermöglicht schnellere Iterationen sowie die Zusammenarbeit in Teams - auch weltweit.

Welche Verbesserungen bieten die neuen 3D-Drucker der „+“-Serie?

Die neue Makerbot-Plus-Serie umfasst den Makerbot Replicator+ und den Makerbot Replicator Mini+. Die neuen 3D-Drucker sind schneller und leiser als ihre Vorgänger und verfügen über ein größeres Bauvolumen, um größere Modelle oder mehrere Drucke gleichzeitig zu erstellen.

Der Makerbot Replicator+ ist rund 30 % schneller, hat einen 25 % größeren Bauraum und ist 27 % leiser als das Vorgängermodell. Der Makerbot Replicator Mini+ ist rund 10 % schneller, hat einen 28 % größeren Bauraum und ist 58 % leiser als sein Vorgänger Makerbot Replicator Mini Compact. Um ein konstant hohes Leistungsniveau zu gewährleisten, wurden die neuen 3D-Drucker sowie deren Komponenten optimiert und in über 380.000 kumulativen Stunden getestet. Des Weiteren sind beide Geräte mit einem Smart Extruder+ ausgestattet, welcher sich leicht mit einem Handgriff austauschen lässt.

Mit welchen Materialien arbeiten die 3D-Drucker von Makerbot?

Makerbot-Drucker arbeiten mit Makerbot-PLA-Filament und Makerbot-Tough-PLA Filament. PLA ist ein umweltfreundlicher Biokunststoff auf Maisstärkebasis und kann daher bedenkenlos am Arbeitsplatz eingesetzt werden, ohne dass giftige Dämpfe in der Anwendung entstehen.

Das neue Makerbot-Tough-PLA-Filament ermöglicht den Druck von langlebigen, hochstabilen Teilen und Halterungen. Die mechanischen Eigenschaften sind mit ABS vergleichbar oder übersteigen diese, bspw. bei der Bruchdehnung. Darüber hinaus ist der Werkstoff einfacher zu verarbeiten, was sich am thermischen Verzug zeigt.

Neben den PLA-Filamenten bietet Makerbot für seinen 3D-Drucker Replicator 2X auch ein Filament aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) an.

Welche Lösung bietet Makerbot für Konstruktionsabteilungen mit mehreren Standorten?

Mit den neuen 3D-Druckern der Makerbot-Plus-Serie wurde ein umfassendes Angebot an Netzwerklösungen und Services entwickelt. Die Geräte sind mit MAC-Adresse, TCP/IP, Remote Condition Monitoring und Remote Condition Control ausgestattet und bieten einzelnen Benutzern oder auch kleinen bis großen Organisationen größte Flexibilität – ganz gleich, ob die Geräte im selben Raum oder Gebäude stehen oder sogar in verschiedenen Teilen der Welt. Mit dem integrierten Live-Kamera-Feed und über Status-Updates zum Druckfortschritt können mehrere vernetzte 3D-Drucker am Desktop PC oder über die Makerbot-Mobil-App via Handy kontrolliert und überwacht werden.

Des Weiteren können Abteilungen an verschiedenen Standorten zusammenarbeiten, da 3D-Dateien in Form von Projekten gespeichert und untereinander geteilt sowie bearbeitet werden können.

Vielen Dank Herr Storz.

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