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Next Mobility Dank vernetzter Fahrzeuge Verkehrsunfälle vorhersagen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Um urbane Mobilität zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, arbeitet Ford an digitalen Technologie zur Vorhersage von potenziellen Unfällen. Die Daten stammen von vernetzten Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur-Sensoren.

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Ein Konsortium unter Leitung des in London ansässigen entwickelt derzeit eine neuartige Technologie zur Vorhersage potenzieller Unfall-Schwerpunkte und ihrer Ursachen.
Ein Konsortium unter Leitung des in London ansässigen entwickelt derzeit eine neuartige Technologie zur Vorhersage potenzieller Unfall-Schwerpunkte und ihrer Ursachen.
(Bild: obs/Ford-Werke GmbH)

Wo passieren Unfälle wann und warum? Mit dieser Kernfrage beschäftigt sich ein Konsortium unter Leitung des in London ansässigen Ford-Mobility-Teams. Das Konsortium entwickelt derzeit eine neuartige Technologie zur Vorhersage potenzieller Unfall-Schwerpunkte und ihrer Ursachen, die es Kommunen ermöglichen soll, präventive Verbesserungsmaßnahmen an besonders gefährdeten Straßenabschnitten und Kreuzungen umzusetzen und dadurch das Unfall-Risiko für die Verkehrsteilnehmer zu senken.

Jedes Jahr verlieren rund um den Globus mehr als 1,3 Millionen Menschen ihr Leben im Straßenverkehr*). Das sind rund 3700 Personen pro Tag. Damit stehen Verkehrsunfälle weltweit als Todesursache auf dem achten Platz**). Die nun getestete Technologie analysiert Informationen aus unterschiedlichen Quellen, zum Beispiel von vernetzten Fahrzeugen und von Sensoren an viel befahrenen Verkehrskreuzungen.

Rund 700 Pkw- und Nutzfahrzeuge vernetzt

Ford hat im Rahmen des 18-monatigen Projekts, das im Sommer 2020 startete, rund 700 Pkw- und Nutzfahrzeuge in Oxfordshire vernetzt. Diese Telematik-Daten - wie etwa die Betätigung von Brems- und Gaspedal oder der Lenkradeinschlag - werden zusammen mit Informationen von Straßenrand-Sensoren ausgewertet. Sie stammen vom Unternehmen Vivacity Labs und verwenden Algorithmen, um Beinahe-Unfälle zu erkennen und die Bewegungsmuster von Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern zu analysieren. Alle von den Sensoren erfassten Daten werden anonymisiert. Dies ermöglicht optimale Testbedingungen, ohne die Privatsphäre der Verkehrsteilnehmer zu beeinträchtigen.

Das aktuelle Projekt in Oxfordshire folgt auf zwei bereits erfolgreich umgesetzte Praxistests in London, bei denen weit mehr als eine Million Kilometer mit vernetzten Fahrzeugen zurückgelegt wurden, um Unfall- Hotspots im Großraum London zu analysieren. Daraus wurden dann detaillierte Vorschläge für die Erhöhung der Verkehrssicherheit abgeleitet.

Simple Maßnahmen mit großer Wirkung

Bereits einfache, ja scheinbar banale Maßnahmen können sich sofort positiv auf die Verkehrssicherheit auswirken: So gehörte zu den Verbesserungsvorschlägen beispielsweise die Einführung von Verkehrsampeln oder eine andere Ampelschaltung, eine höhere und damit besser sichtbare Montage von Verkehrsschildern, aber auch das Zurückschneiden der Vegetation zur verbesserten Einsehbarkeit von kritischen Straßenkreuzungen.

Die Projektpartner


Ford Mobility arbeitet beim aktuellen Projekt in Oxfordshire mit Partnern wie Transport for London, dem Oxfordshire County Council, dem KI-Sensorspezialisten Vivacity Labs und führenden Wissenschaftlern des Transport Safety Research Center der Loughborough University eng zusammen. Die Initiative erfreut sich zudem der finanziellen Unterstützung durch Innovate UK, einem von der britischen Regierung unterstützten Innovationsfonds.

Mehr zu Ford Mobility

*World Health Organisation: Road traffic injuries

**World Health Organisation: The top 10 causes of death

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