Faserverbundwerkstoffe CFK-Bauteile vollautomatisch herstellen
Bei der Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen sind automatisierte Lösungen gefragt. Das Spaltimprägnieren ist dabei ein neuer Ansatz.
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Faserverstärkte Kunststoffe (FVK) gewinnen im Bereich der Mobilität immer mehr an Bedeutung. In der Luftfahrt, im Transportwesen und im Automobilbereich wird an innovativen Lösungen gearbeitet, um kosteneffizient und auch ressourcenschonend FVK-Bauteile zu produzieren. Die Begrenzung des CO2-Flottenausstoßes von Neuwagen ab dem Jahre 2020 auf 95 g/km rückt FVK noch mehr in den Fokus der Automobilindustrie. Am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) wurde in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie eine CFK-Motorhaube in Integralbauweise gefertigt. Nun wurde eine neuartige Spaltimprägnieranlagentechnik für die vollautomatisierte Herstellung der CFK-Motorhaube zusammen mit der Breyer Maschinenfabrik aus Singen und Hille Engineering aus Roetgen entwickelt und im IKV-Technikum aufgebaut.
Schnellere Bauteilherstellung möglich
Das Spaltimprägnierverfahren reduziert die Taktzeiten bei der Verarbeitung Faserverstärkter Kunststoffe (FVK) um bis zu 75 % im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren. Das Harz zur Imprägnierung der Verstärkungsfasern fließt über einen Spalt äußerst schnell und widerstandsarm in die Kavität. Durch die anschließende Schließbewegung des Formwerkzeugs werden die Fasern effizient innerhalb weniger Sekunden getränkt. Die Aushärtung des Bauteils kann hierdurch ebenfalls wesentlich schneller erfolgen. Dieser entscheidende Vorteil macht es insbesondere durch die Entwicklung einer neuen Werkzeugtechnik möglich, auch großformatige Hochleistungsbauteile in weniger als 60 s zu imprägnieren und so Taktzeiten von weniger als 3 min zu realisieren.
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