Verbundwerkstoff

Bremspedal in Organoblech-Hybridtechnik

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Stark belastbar durch stoffschlüssige Verbindung

Polyamid 6 ist Spritzgussmaterial und zugleich Matrix des Organoblechs. Im Gegensatz zur Hybridtechnik mit Stahlblech bilden Matrix und Hinterspritzbereiche an allen Kontaktflächen eine stoffschlüssige Verbindung aus. Sie wirkt wie eine Verschweißung und erhöht deutlich die mechanische Leistungsfähigkeit des Bauteils. „Dies trägt mit dazu bei, dass das Bremspedal die Anforderungen des Lastenheftes mehr als erfüllt“, so Malek.

Präzise Simulation der Organoblech-Verformung

Lanxess hat ZF bei der Konzeption und rechnerischen Auslegung des Bremspedals umfangreich unterstützt. Diese Leistungen sind Teil der Marke HiAnt, in der die Business Unit Semi-Crystalline Products ihr Know-how bei Materialien, Konstruktion, Simulations-, Verfahrens- und Prozesstechnik für einen Kundenservice nach Maß gebündelt hat. So wurde etwa der Umformprozess simuliert, um die lokal unterschiedlichen Faserorientierungen im verformten Organoblech zu berechnen und entsprechend der Belastung des Bremspedals zu optimieren. Die Ergebnisse flossen in ein neues Materialmodell ein, das das anisotrope Materialverhalten von Organoblech berücksichtigt. „Wir können alle wichtigen Eigenschaften von Organoblech-Hybrid-Bauteilen wie etwa ihr Crash-Verhalten präzise berechnen. Somit sind wir in der Lage, solche Bauteile kostengünstig, schnell und belastungsgerecht im Computer zu konstruieren“, erklärte Malek. (qui)

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