Bremse Bremsen für Windkraftanlagen

Autor / Redakteur: David Brooksbank, Director of Marketing Altra Industrial Motion / Ute Drescher

Die nutzbare Energie, die eine Windkraftanlage dem Wind entziehen kann, ist proportional zur überstrichenen Rotorfläche. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Anlagen immer größer werden. Entsprechend steigt aber auch die Belastung und Beanspruchung der mechanischen Komponenten zur Kraftübertragung, insbesondere die der Bremsen.

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(Bild: Altra)

Zu den besonderen Anforderungen die Bremsen für Windkraftanlagen erfüllen müssen, gehören schnellere Zyklusraten, höhere Belastbarkeit und größere Zuverlässigkeit – das Ganze häufig noch in einem kompakteren Paket integriert als bei herkömmliche Anwendungen. Außerdem müssen diese Bremsen ihre Arbeit vollautomatisch in normalerweise unbemannten Anlagen verrichten; meist an abgelegenen Orten die zur Instandhaltungszwecken nur unter Schwierigkeiten und hohem finanziellem Aufwand erreichbar sind.

Sie müssen auch unter schwierigsten Umgebungsbedingungen wie z. B. hoher Feuchtigkeit oder extremen Temperaturen zuverlässig funktionieren. Selbst bei so unterschiedlichen Bedingungen wie bei Offshore- Installationen mit hohem Salzgehalt und im Wüstenklima, bei der die Bremsen Staub/Sand ausgesetzt sind, muss absolute Zuverlässigkeit gewährleistet sein.

Bremsen gehören zu den wichtigsten Bauteilen

Bei Windkraftanlagen gehören die Bremsen gleich an mehreren Punkten zu den wichtigsten Bauteilen. Unabhängig von der Größe brauchen Windkraftanlagen eine Rotorbremse sowie Bremsen für die Windnachführung (Azimutsystem) und die Blattwinkelverstellung (Pitchregelung) – jeweils mit ganz eigenen Anforderungen an die Konstruktion.

Die Rotorbremse schützt die Windkraftanlage vor dem Überdrehen und dient als Halte- und Notstopbremse. Twiflex, ein Unternehmen der Dachgesellschaft Altra Industrial Motion, ist ein erfahrener Anbieter von Rotorbremsen für sehr große Windkraftanlagen. Dazu Jon Cooksley, Sales and Marketing Director bei Twiflex: „So gut wie alle Rotorbremsen für Windkraftanlagen sind ausfallsicher konstruiert, d. h. federbetätigt und hydraulisch lüftend. Sie besitzen starke Federn, die direkt oder über ein separates Druckelement die Kraft aufbringen mit der jeder einzelne Bremsbelag gegen eine Scheibe gepresst wird. Zum Lösen werden die Federn mit Hochdruck-Hydrauliköl aus einem Hydraulikaggregat beaufschlagt.“

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