Bremse

Bremsen für Windkraftanlagen

Seite: 2/7

Anbieter zum Thema

Rotorbremsen sitzen auf der Rotor- oder der Generatorwelle

Rotorbremsen können auf der langsamen Rotorwelle, auf der schnellen Generatorwelle und in manchen Fällen auch auf beiden Wellen angebracht sein. Das Bremsen der langsamen Welle ist im Prinzip unkompliziert. Eine große Scheibenbremse mit großer Reibbelagfläche ist hier gut unterzubringen. Allerdings verlangt der Einsatz an der langsamen Welle ein extrem hohes Bremsmoment. Daher ist in der Regel das Anbringen auf der schnell drehenden Welle zwischen Getriebe und Generator, nachdem das hohe Übersetzungsverhältnis des Getriebes das Ausgangsdrehmoment deutlich reduziert hat, die kostengünstigere Lösung.

Andererseits bedeutet die Plazierung der Bremse auf der schnell drehenden Welle, dass sie mit deutlich weniger Platz auskommen muss. Unabhängig davon, auf welcher Welle die Bremse sitzt, bleibt die abzuführende Energie die gleiche, d. h. die gesamte Belagfläche muss gleich bleiben. Außerdem muss die Bremsbelagfläche ausreichen, um die beim Bremsvorgang (insbesondere bei einem Nothalt) entstehende Wärme abzuführen. Drehzahl und zur Verfügung stehender Platz sind die Faktoren, die den möglichen Scheibendurchmesser bestimmen und die Auswahl der Bremse stark einschränken.

Mögliche Getriebeschäden spielen für den Montageort eine Rolle

Mögliche Getriebeschäden sind ein weiterer Gesichtspunkt, der für den Montageort der Rotorbremse eine Rolle spielt. Wenn die Bremse hinter dem Getriebe sitzt und die Anlage steht, können Böen über den Rotor eine Schaukelbewegung auf das Spiel zwischen Eingangs- und Ausgangsstufe des Getriebes übertragen. Ohne Druckschmierung der Eingriffzonen kann das zu Abnutzungserscheinungen und am Ende zu teuren Getriebeschäden führen.

(ID:28060560)