Automatisierung Balluff eröffnet Erweiterungsbau für das Werk im chinesischen Chengdu

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Automations-Spezialist Balluff mit Hauptsitz in Neuhausen auf den Fildern investiert weiter in seine internationale Marktpräsenz: Das Werk im chinesischen Chengdu wurde jetzt für 2,1 Mio. Euro um rund 50 Prozent erweitert. In rund neun Monaten Bauzeit sind 2000 Quadratmeter Produktionsfläche auf zwei Stockwerken und eine 400 Quadratmeter große Multifunktionsfläche entstanden.

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Feierliche Eröffnung des Erweiterungsbaus von Balluff in Chengdu (v. l.): Michael Unger, Sprecher der Geschäftsleitung, Balluff, Zhong Xiatao, Vizedirektor Chengdu Büro für wirtschaftliche Informationen und Investment Förderung, Rolf Hermle, Beiratsvorsitzender Balluff, Dr. Klaus Schmidt, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Chengdu und Li Jian, Vizedirektor der Chengdu Industriezone.
Feierliche Eröffnung des Erweiterungsbaus von Balluff in Chengdu (v. l.): Michael Unger, Sprecher der Geschäftsleitung, Balluff, Zhong Xiatao, Vizedirektor Chengdu Büro für wirtschaftliche Informationen und Investment Förderung, Rolf Hermle, Beiratsvorsitzender Balluff, Dr. Klaus Schmidt, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Chengdu und Li Jian, Vizedirektor der Chengdu Industriezone.
(Bild: Balluff)

„Auf Dauer gesehen ist China der weltweit größte Markt für Produktionsautomatisierung mit einem Bedarf, der aus unserer Sicht noch lange stetig steigen wird. In einem solchen Markt müssen und wollen wir mit unserer Philosophie der buchstäblichen Kundennähe präsent sein. Davon profitiert übrigens nicht nur Chengdu. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine positive Entwicklung in einem großen Markt irgendwo auf der Welt auch für Wachstum an den anderen Standorten unseres Produktionsverbundes sorgt“, sagte Michael Unger, Sprecher der Balluff-Geschäftsführung, bei der Eröffnung des Neubaus Anfang Februar 2017.

Produktion von Großserien

In Chengdu will Balluff nach eigenen Angaben teilautomatisierte Produktionslinien auf- und die Entwicklungskompetenz am Standort deutlich ausbauen. Chengdu ist innerhalb des weltweiten Produktions- und Logistiknetzwerkes mit neun Werken insgesamt laut Balluff eines der beiden Werke, das sich auf die Produktion von Großserien innerhalb des Netzwerkes konzentriert.

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Balluff engagiert sich bereits seit 1994 in China; damals wurde in Shanghai eine Service-Niederlassung gegründet. Zwei Jahre später vergab das Unternehmen erste Montageaufträge nach Chengdu – damals noch an einen externen Partner. 2004 wurde die Tochtergesellschaft in Chengdu gegründet. Die Eröffnung des Werks erfolgte drei Jahre später. Seit 2014 ist Chengdu auch ein Entwicklungsstandort. Aktuell beschäftigt Balluff in Chengdu 160 Mitarbeiter, wobei das Unternehmen davon ausgeht, dass die Zahl der Mitarbeiter in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

Prognostizierter Umsatz des Automatisierungsmarktes in China.
Prognostizierter Umsatz des Automatisierungsmarktes in China.
(Bild: Statista)

Aktuell produziert Balluff in Chengdu nach eigenen Angaben mechanische und induktive Sensoren sowie lineare Wegmesssysteme für die Industrieautomation. Im Neubau wird das Produktprogramm durch eine teilautomatisierte Produktion und Montage eines Sensor-Plattformkonzepts erweitert. Damit habe der chinesische Standort eine der modernsten Produktionsanlagen im gesamten Fertigungsverbund, so Balluff. Die Entwicklung in Chengdu soll zudem in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden, um sowohl kundenspezifische Anpassungen als auch Plattform-Konzepte entwickeln zu können. (jv)

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