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Aluminium AutomoTeam meldet neuartigen Werkstoffverbund zum Patent an

| Redakteur: Dorothee Quitter

Das Stuttgarter Entwicklungsunternehmen AutomoTeam hat mit Metaker Hybrid einen neuartigen Werkstoffverbund zum Patent angemeldet.

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Aluminium-Kunststoff-Hybridbauteil mit nachträglich modifizierter Aluminium-Komponente.
Aluminium-Kunststoff-Hybridbauteil mit nachträglich modifizierter Aluminium-Komponente.
(Bild: AutomoTeam)

Das Verfahren ermöglicht die industrielle Herstellung verschiedener Werkstoffverbunde und Gradientenwerkstoffe auf Basis von Aluminium mit Hilfe zweier neuer Serientechnologien – Metaker Micro Arc Oxidation und poröser Aluminiumguss. Die Kombinations- und Variationsmöglichkeiten der Materialien bilden die Basis für neuartige technische Systeme bei mechanischen, chemischen, elektrischen, akustischen, optischen, thermischen, strukturellen und dekorativen Anwendungen. Zur Herstellung eines Metaker-Hybridteils werden drei Basiskomponenten benötigt: Eine Aluminium-Komponente aus untereutektischer Legierung, eine dielektrische Komponente aus wasserbeständigem Werkstoff und ein wasserbeständiger Klebstoff bei stoffschlüssigen Hybriden.

Die Aluminium-Komponente

Abhängig von der Zielanwendung werden mehrere Werkstoffeigenschaften der Aluminium-Komponente im neuen Metaker Micro Arc Oxidation-Verfahren modifiziert. Das erfolgt entweder vor dem Verbinden mit der dielektrischen Komponente wie z.B. Kunststoff oder danach. Durch die Veränderung von Prozessparametern lassen sich sowohl die Werkstoffeigenschaften (Funktion) als auch die Kombinationen von solchen (Multifunktionalität) anwendungsspezifisch einstellen. Als eine sehr interessante und wenig bekannte Aluminium-Komponente kann im Metaker Hybridteil auch poröser Aluminiumguss eingesetzt werden. Dieses durchgehend homoge offenporige, in einem innovativen Kokillengießverfahren hergestellte Material unterscheidet sich grundsätzlich von Sinterprodukten und Schäumen.

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Die Dielektrikum-Komponente

Als Dielektrikum-Komponente können im Metaker Hybridteil beliebige wasserbeständige, dielektrische Werkstoffe eingesetzt werden. Die Eigenschaften der Aluminium-Komponente werden optimal für die jeweilige Materialpaarung modifiziert. Entscheidet man sich z.B. für einen glasfaserverstärkten Kunststoff, kann die Aluminium-Komponente in Bezug auf entsprechende Korrosionsbeständigkeit, Verschleißbeständigkeit und Oberflächenstrukturierung für bessere Haftung spezifisch modifiziert werden. Nach dem Verbinden mit der Aluminium-Komponente kann das Hybridteil im nächsten Schritt zur weiteren Modifikation der Werkstoffeigenschaften von den kunststofffreien Bereichen der Aluminiumkomponente genutzt werden. Der Verzicht auf jegliche Gefahrstoffe oder chemisch aggressive Substanzen bei der Modifikation von Aluminium-Komponente garantiert die ursprüngliche Funktionsfähigkeit der dielektrischen Komponente. (qui)

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