Rotorblätter

Automatisiertes Schleifen von Rotorblättern für Windkraftanlagen

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Das aber ist nur der erste Schritt für die Komplettautomatisierung der WKA-Fertigung. GDC Consulting hat gemeinsam mit zwei spanischen Unternehmen das ACOLUS-Konsortium gegründet, in dem verschiedene Fertigungs- und Automatisierungskompetenzen gebündelt sind. Einer der beiden Partner, Reyma, entwickelt und produziert u.a. CNC-Maschinen zur Fertigung von Lagerringen und Flanschen der Blattlager von Windkraftanlagen. Die Durchmesser der Lagerringe können dabei bis zu 8 m im Innendurchmesser betragen. Diese Maschinen sind mit einer patentierten selbstzentrierenden Aufspannvorrichtung ausgestattet. Damit ist die Voraussetzung für ein automatisiertes Zuführen und Aufspannen der Lager gegeben.

Auch die Bearbeitung von Rotornaben lässt sich automatisieren

Zusammen mit GDC und Prova, einem Spezialisten für die Fertigung von Automatisierungstechnik, hat Reyma ein Konzept entwickelt, wie sich auch die Bearbeitung der bis zu 25 t schweren Naben automatisieren lässt. Dazu nutzt man Großbearbeitungszentren, die imstande sind, alle notwendigen Bearbeitungsvorgänge in einer Aufspannung zu erledigen. Sie werden über Großladungsträger automatisiert beschickt. Das ist angesichts der Größe der Komponenten nicht nur eine anspruchsvolle fertigungs- und automatisierungstechnische Aufgabe, sondern auch eine logistische Herausforderung.

Mit diesem Konzept kann die ACOLUS-Gruppe den Herstellern von Windkraftanlagen erstmals die durchgängige und harmonisierte Automatisierung der Fertigung anbieten. Damit geht die Produktion der ´Hardware´ von Turm, Nabe und Rotor endlich den Schritt von der Manufaktur zur automatisierten Fertigung. Und die Konsortialpartner sind davon überzeugt, dass der erste Hersteller, der dieses Konzept für sich nutzt, einen ganz entscheidenden Vorteil im Wettbewerb erlangt, weil er zentrale Komponenten wie Nabe, Turm und Flügel sehr viel schneller, kostengünstiger und mit absolut reproduzierbarer Qualität fertigen kann. Dieser Schritt ist nach Ansicht von ACOLUS längst überfällig, denn schließlich haben die Stückzahlen der WKA-Hersteller Dimensionen erreicht, die eine weitestgehend automatisierte Fertigung mehr als rechtfertigen.

* Gunnar Drenkelfort ist Geschäftsführer von GDC Consulting in Gütersloh

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