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3D-Druck-Software Automatische Erstellung von Stützstrukturen für den Metall-3D-Druck

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Materialise hat eine neue Version seiner Software zur Daten- und Druckvorbereitung, Materialise Magics, auf den Markt gebracht.

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Die Materialise Magics 3D Print Suite bietet Anwendern bessere Steuerungsmöglichkeiten und bessere integrierte Funktionen und steigert die Effizienz und Produktivität in der additiven Fertigung um ein weiteres Maß.
Die Materialise Magics 3D Print Suite bietet Anwendern bessere Steuerungsmöglichkeiten und bessere integrierte Funktionen und steigert die Effizienz und Produktivität in der additiven Fertigung um ein weiteres Maß.
(Bild: Materialise)

Die Materialise Magics 3D-Print-Suite bietet Anwendern bessere Steuerungsmöglichkeiten und bessere integrierte Funktionen und steigert die Effizienz und Produktivität in der additiven Fertigung um ein weiteres Maß. Unter anderem wurde die automatische Generierung von Stützstrukturen (Supports) weiter optimiert und Simulationsmöglichkeiten für den 3D-Metalldruck integriert. Mit Materialise Magics 23 können große Datensätze schneller verarbeitet, Zeit bei der Datenaufbereitung gespart und der Pulververbrauch gesenkt werden. Anwender können auf einfache Weise selbsttragende Wabenstrukturen erstellen, die Struktur in der Vorschau betrachten und analysieren und die Ausrichtung auf der Bauplattform vollständig kontrollieren. Die Teilequalität wird durch Verrundungen verbessert, die sich gezielt an einer einzigen Kante erzeugen lassen.

"Mit der Einführung von Magics 23 bieten wir integrierte Automatisierungsfunktionen für den 3D-Metalldruck, einschließlich Simulation und automatischer Supporterzeugung", sagt Stefaan Motte, Vice President und General Manager der Materialise-Softwareabteilung. "Dies ermöglicht es den Anwendern, die Kosten zu senken, indem sie ihre Maschinenabläufe optimieren und die Anzahl der Baufehler reduzieren, und zwar innerhalb ihrer vertrauten Magics-Umgebung."

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Maschinenlesbare Tags reduzieren menschliche Fehler

Mit Data Matrix Label bietet Materialise Magics 23 außerdem eine erweiterte Beschriftungsfunktion. Sie wandelt die alphanumerischen Daten von gedruckten 3D-Standardetiketten in einen Datamatrix-Code um, der sich auf einzelne Teile übertragen lässt. Diese Smart Tags sind kleiner und können von herkömmlichen Data-Matrix-Scannern gelesen werden. Maschinenlesbare Tags reduzieren menschliche Fehler und tragen zur Automatisierung des Nachbearbeitungsprozesses bei, was eine serielle Individualisierung unterstützt.

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Im Rahmen der neuen Magics-Version wurden auch mehrere zusätzliche Module verbessert. Das Modul Materialise Magics Simulation bringt in Kombination mit Magics 23 High-End-Simulationsmöglichkeiten für den 3D-Druck in die Produktion, ohne dass die Benutzer zu einer separaten spezialisierten Anwendung wechseln müssen, High-End-Rechenleistung oder Expertenwissen benötigen. Indem potenzielle Baufehler angezeigt werden, bevor sie auftreten, reduziert die Simulations-Lösung die Anzahl fehlerhafter Metalldrucke und spart erheblich Zeit und Kosten.

Automatische Generierung von Stützen verkürzt die Zeit zur Datenaufbereitung um bis zu 90 %

Verbessert wird mit Magics 23 auch die automatische Erstellung von Stützstrukturen für den Metall-3D-Druck. Durch die Integration einer neuen E-Stage for Metal-Version können Benutzer im SG-Modus basierend auf dem definierten Profil Supports generieren, Punkte einfacher bearbeiten, verschieben oder löschen und sofortiges Feedback zu Support-Leistungen erhalten. Eine automatische Generierung von Stützen verkürzt die Zeit zur Datenaufbereitung um bis zu 90 % und die Support-Entfernung um bis zu 50 %. Zudem benötigen Nutzer nicht mehr langjährige Erfahrung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Anwender anderer 3D-Drucktechnologien profitieren bei der neuen Magics-Version von einem verbesserten Schneiden von Überlappungsverbindungen, durch die sich Teile nach dem Drucken einfach zusammenfügen lassen.

Materialise erweitert 3D-Druckdienstleistung um neue Materialien

Neben besseren, schnelleren Maschinen und mehr Automatisierung gibt die Entwicklung neuer Materialien der 3D-Druckindustrie neue Impulse. In der Automobil-, Luftfahrt- und Konsumgüterindustrie beschleunigen neue Materialien mit ihrem Potenzial für neue Geschäftsansätze die Einführung des 3D-Drucks. Materialise hat sein Angebot an 3D-Druckdienstleistungen um drei neue Materialien erweitert: Polypropylen (PP), einer der am häufigsten verwendeten Produktionskunststoffe, Taurus, ein Stereolithographie-Material für Anwendungen im Automobil-Prototyping, und Inconel (IN718), eine Metalllegierung, die in der Luft- und Raumfahrt sowie Automobilindustrie sowohl für das Prototyping als auch für die Endteilproduktion verwendet wird.

Jurgen Laudus, Vice President Materialise Manufacturing, erklärt: "Die Automobil-, Luftfahrt- und Konsumgüterindustrie haben den 3D-Druck schon früh für Prototyping-Anwendungen genutzt. Da sich der Einsatz des 3D-Drucks in Art und Umfang erweitert, investieren wir strategisch in die Erweiterung unseres Dienstleistungsportfolios mit Materialien, die den Anforderungen der Industrie entsprechen – sei es durch produktionsbezogene Eigenschaften wie PP und Inconel oder durch spezifische mechanische Eigenschaften wie im Fall von Taurus." (jup)

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