Suchen

Stratasys Auto mit 3D-Druck individuell gestalten

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Automobilhersteller Daihatsu entwickelt mithilfe von Industriedesignern und Stratasys sogenannte „Effect Skins” – individuell anpassbare Designelemente für die Front- und Heckschürze. Ab 2017 sollen die Elemente für das Daihatsu Cabrio Copen Roadster erhältlich sein.

Firmen zum Thema

Mit den sogenannten „Effect Skins“ soll der Kunde sein Auto an der Front- oder Heckschürze individuell gestalten können.
Mit den sogenannten „Effect Skins“ soll der Kunde sein Auto an der Front- oder Heckschürze individuell gestalten können.
(Bild: Stratasys/Rheinfaktor)

Stratasys Ltd., Unternehmen für 3D-Druck und additive Fertigung, hat eine Kooperation mit dem japanischen Autohersteller Daihatsu verkündet. Während der letzten drei Jahre nutzte Daihatsu 3D-Druck erst im Prototyping, danach im Werkzeugbau und schließlich auch in der Produktion von Kleinserien – immer mit der Vision im Hinterkopf, eines Tages auch bei der individualisierten Massenfertigung im Konsumgüterbereich davon profitieren zu können.

Mit „Effect Skins” das Auto individualisieren

Der Automobilhersteller hat sich deshalb nun mit Stratasys sowie dem Industriedesigner Kota Nezu (Znug Design Inc.) und dem 3D-Spezialisten Sun Junjie zusammengeschlossen, um aus der Vision Realität werden zu lassen. Das Ergebnis sind 15 sogenannte „Effect Skins” für die Front- und Heckschürzen des Modells Copen Roadster mit geometrischen und organischen Mustern in zehn verschiedenen Farben. Durch die individuell anpassbaren Designelemente sollen den Gestaltungsmöglichkeiten wenig Grenzen gesetzt sein.

Das Konzept der „Effect Skins“: Kunden können ihren neuen Copen Roadster in zweifacher Hinsicht individualisieren. Sie haben im ersten Schritt die Wahl aus zehn Farben der 3D-Druck-Materialien und 15 von Sun Junjie designten „Effect Skins“, um im zweiten Schritt die Elemente beliebig zu kombinieren und so einzigartige Muster und Oberflächen zu erhalten. Hergestellt werden sie auf Fortus Production 3D-Druckern von Stratasys aus ASA-Thermoplast, einem Kunststoff, der widerstandsfähig und UV-beständig ist. Die Produktion mit Stratasys sorgt für schnelle Prozesse. „Was wir früher in zwei bis drei Monaten hergestellt haben, machen wir nun in zwei Wochen”, sagt Osama Fujishita, General Manager, Corporate Planning Department, Brand DNA Office von Daihatsu Motor.

Der Kunde kann geometrische und organische Muster in zehn verschiedenen Farben auswählen.
Der Kunde kann geometrische und organische Muster in zehn verschiedenen Farben auswählen.
(Bild: Stratasys/Rheinfaktor)

„Effect Skins“ ab 2017 auf dem Markt

Wer Kosten senken und wirtschaftlich produzieren will, setzt normalerweise auf die Massenproduktion identischer Einzelteile. 3D-Druck ermöglicht jetzt eine Herstellung individueller, kostengünstiger On-demand-Produkte mit hochwertigem Design. „Dieses Projekt wäre mit traditionellen Herstellungsverfahren und -mitteln kaum möglich gewesen”, sagt Kota Nezu. „Unserer Meinung nach profitiert die ganze Produktion von maßgefertigten Bauteilen aus dem 3D-Drucker”, fügt Osama Fujishita hinzu. „Und es ermöglicht den Kunden einen einfachen und schnellen Zugang.“ Das „Effect Skins“-Projekt wird 2016 zunächst in ausgewählten Märkten getestet, ab 2017 ist eine Vermarktung geplant. (kj)

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44167480)