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Antriebskette Antriebsketten richtig auslegen: Welche Parameter zu beachten sind

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Der wichtigste Faktor bei der Auslegung von Antriebsketten ist die Gesamtbelastbarkeit. Dass dies nicht der einzig zu beachtende Parameter ist, verraten folgende Tipps.

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Die Mindestanforderungen an die Belastbarkeit von Rollenketten sind in der Internationalen Norm ISO 606 (Ersatz u. a. für DIN 8187-1 und DIN 8188-1) geregelt.
Die Mindestanforderungen an die Belastbarkeit von Rollenketten sind in der Internationalen Norm ISO 606 (Ersatz u. a. für DIN 8187-1 und DIN 8188-1) geregelt.
(Bild: Tsubaki)

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Dieses allgemein gültige Sprichwort gilt bei der Herstellung von Antriebsketten mehr denn je. Denn eine zu Antriebszwecken eingesetzte Rollenkette besteht aus fünf Komponenten: Bolzen, Buchse, Rolle, Innen- und Außenlasche; jede dieser Komponenten muss nicht nur genauen geometrischen Anforderungen entsprechen sondern auch den im Betrieb auftretenden Zug-, Scher- und Biegebelastungen sowie Stößen standhalten. Der Einsatz von hochwertigen Materialien und speziellen Herstellverfahren bildet die Grundlage für die Qualität der späteren Rollenkette. Aus den Komponenten werden die Innen- und Außenglieder gefertigt, die wechselseitig zur Kette zusammengesetzt werden.

Offene Kette schließen

Im Kettentrieb übernimmt eine geschlossene und damit endlose Kette die Kraftübertragung. Für einen leichteren Einbau wird hier in der Regel zunächst eine offene Antriebskette eingelegt, die mittels Verschlussglied zur Endloskette geschlossen wird. Das Verschlussglied besteht aus einem sogenannten Steckglied (Außenlasche mit vernieteten Bolzen und einer Verschlusslasche), welches zum Beispiel mit Feder oder Splint gesichert wird. Mit dieser gängigen Methode werden in der Regel offene Antriebsketten geschlossen.

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Stanzringverdichtung erhöht Festigkeit des Verschlussgliedes

Die Verschlusslasche ist allerdings nicht wie bei der Grundkette mit Presssitz fixiert. Das führt dazu, dass das Standardverschlussglied aufgrund der höheren Bewegungsfreiheit des Bolzens im Laschenauge eine niedrigere Dauerfestigkeit als die Grundkette aufweist. Um die Festigkeit der Grundkette zu erhalten, müsste die Verschlusslasche ebenfalls mit einem Presssitz fixiert werden. In der Praxis ist das umständlich oder gar unmöglich. Zur Erhöhung der Festigkeit des Verschlussgliedes bietet Tsubaki deshalb die Stanzringverdichtung an. Bei dieser patentierten Technik wird rund um die Augen der Verschlusslasche das Material kaltverformt. Dies führt zu definierten Materialeigenspannungen und zur Erhöhung der Festigkeit im Bereich der Laschenaugen. Damit soll eine 100 % dynamische Übertragungskapazität der Grundkette erreicht werden.

Dieser Beitrag enthält einen Link zum kostenlosen Download des Tsubaki-Leitfadens zur Ketteninstallation, -pflege und -wartung

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