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Grundlage sollte ein getaktetes Grundmaschinen-System mit standardisierten Handlingen und Umformstationen von konstruktionsspezifischer Solidität bei genügend Spielraum für die eigene kreative Applikationsentwicklung sein. Ebenso wichtig war eine hohe Verfügbarkeit im Drei-Schicht-Betrieb über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg.
Simultane Entwicklung von Produkte und Anlage
Anlage und Produkt wurden simultan entwickelt und damit Maschine und Verfahrensschritte der Automation kontinuierlich an die Produktanforderungen angepasst. „Wir können ein solches Projekt unmöglich sequenziell abwickeln“, verdeutlicht Claeys. „Doch im laufenden Prozess ergeben sich bis zur Einführung naturgemäß zahlreiche Veränderungen im Anforderungsprofil.“
Technisch wurde ein Drehmoment mit Axialkraft in Beziehung gesetzt, um verschiedene physikalische Größen abzugleichen. Es wurden Dimensionen verändert, der Prozess wurde robuster gestaltet und damit Kräfte verändert. Die gesamte Applikationsanwendung beinhaltet neben der Entfaltung großer Kräfte durch Verstemmen, hohe Präzision für Handhaben, Schrauben und exaktes Umformen.
Das RTS-Ringtransfersystem von Pfuderer arbeitet mit einem mechanischen Kurvenscheibenantrieb. Für den Praktiker Heinz Sessler ein verlässlicher Antrieb: „Der Faktor ‚Zeit’, sprich hohe Taktzahl plus Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit, ist für mich gleichbedeutend mit der Kurvenscheibe als Antriebslösung.“
Der Einsatz von Standardmodulen schafft Zeit für fachliche Kernkompetenz
Sessler ist mehr als zufrieden mit der robusten Zuverlässigkeit, die sich auch in der hohen Laufruhe ausdrückt. Zudem sieht Gerd Krebs nachhaltige Vorteile im dem umfassenden Sortiment an Standardmodulen, die Pfuderer anbietet: „Das Pfuderer-Team hat einen Standardisierungsgrad von 60% erreicht und so konnten wir uns sehr intensiv auf unsere fachliche Kernkompetenz fokussieren.“
ABB Stotz-Kontakt und Pfuderer haben auf den Standardkomponenten aufbauend eine Reihe von technischen Modifikationen entwickelt, die das ursprünglich von ABB angedachte Konzept erheblich verbesserten.
Wettbewerbsvorteile durch perspektivische Maschinenkonfiguration
Die Anlagenlaufzeit ist auf mindestens zehn Jahren ausgelegt. In dieser Zeit werden auf zwei baugleichen Anlagen mehrere zig Millionen Vorbaugruppen pro Jahr produziert. „Den Löwenanteil am Produkt bestreiten die laufenden Personal- und Materialkosten bei ABB. Eine planvolle Automatisierung kann hier viel Geld einsparen“, urteilt Claeys.
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