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Ex-Schutz Analyseleitungen und Heizschläuche für den Ex-Bereich

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Winkler bietet für Anwendungen im Ex-Bereich ein neues Programm von Analyseleitungen und Heizschläuchen für die verschiedensten Branchen (Umwelt- und Prozesstechnik sowie Abfüll- und Dosiertechnik) an. Das PMA EX-System, ein ATEX-zertifiziertes Kabelschutzsystem aus Kunststoff hilft.

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Analyseleitungen und Heizschläuche für den Ex-Bereich im Wellrohrmantel. (Bild: Bilder: Höltkemeier)
Analyseleitungen und Heizschläuche für den Ex-Bereich im Wellrohrmantel. (Bild: Bilder: Höltkemeier)

Explosionen sind dort eine permanente Gefahr, wo entzündliche Gase, Dämpfe, Flüssigkeiten oder Stäube entstehen, gelagert oder transportiert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen bildet sich in Verbindung mit dem Sauerstoff in der Umgebungsluft ein zündfähiges Gemisch. Ist eine Zündquelle (z.B. durch elektrostatische Aufladung) vorhanden, kann es zu einer Explosion mit tragischen Folgen kommen. Diese Gefahr kann durch elektrisch leitfähige bzw. elektrostatisch ableitende Kunststoffe erheblich reduziert werden.

Die Beurteilung, wo eine elektrostatische Aufladung auftreten kann, ist recht kompliziert und nicht auf den ersten Blick erkennbar. Aus diesen Gründen wird in einschlägigen Bestimmungen und Vorschriften der Einsatz von leitenden, bzw. ableitenden Materialien gefordert.

Analysenleitungen und Heizschläuche müssen vor Ort geprüft werden

Frank Merkel, Leiter Technische Administration & Qualitätsmanagement, Winkler: „Ein sicherer Einsatz von elektrisch beheizten Analysenleitungen und Heizschläuchen im explosionsgefährdeten Bereich setzt voraus, dass bei der Gefährdungsbeurteilung alle möglichen Gefahren, welche beim bestimmungsgemäßen und vorhersehbaren fehlerhaften Betrieb möglich sind, erkannt und entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergriffen wurden.

Analysenleitungen und Heizschläuche, die mit verschiedenen für den Ex-Bereich zugelassenen Komponenten aufgebaut sind aber keine komplette Systemzulassung des Herstellers besitzen, müssen vor Ort geprüft und einer internen Gefahrenbetrachtung

unterzogen werden.“ Merkel weiter: „Dies kann nur erfolgen, sofern der Hersteller alle entsprechenden Materialdatenblätter beigefügt hat und der Betreiber der explosionsgeschützten Anlage in der Lage ist, dies zu beurteilen. Hierzu sind umfassende Kenntnisse der Materie notwendig, welche eine fachspezifische Ausbildung erfordern.

Aus diesem Grund kommt heutzutage einer kompletten Systemzulassung (EG-Baumusterprüfung) durch eine benannte Zertifizierungsstelle eine immer größere Bedeutung zu. Diese prüft die Ex-Analysenleitungen und Ex-Heizschläuche neben ihrer eigentlichen Verwendung auch auf die fachgerechte Kombination der verbauten Einzelteile und ihrer Eigenschaften innerhalb des Gesamtsystems.“

Bei diesen Prüfungen spielt der äußere Aufbau, das Schutzrohr (Wellrohr) sowie die elektrischen Anschlüsse (Anschlusskappen) eine große Rolle. Der Aufbau ist nicht nur als reiner mechanischer Schutz anzusehen, sondern muss in eine Gefährdungsbeurteilung des Gesamtsystems mit einbezogen werden. Prüfungen, die neben den üblichen Umwelteinflüssen die Materialalterung, die Hydrolyse und Tests zur Schlagfestigkeit beinhalten, sind Grundvoraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Zulassung und sichere Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen.(Nächste Seite: Analyseleitungen und Heizschläuche für den Ex-Bereich aus Heidelberg)

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