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Leitung Aluminiumkabel – eine echte Alternative

Aluminiumkabel halten immer öfter Einzug in industrielle Branchen wie der Automobilindustrie, dem Flugzeugbau oder in Windkraftanlagen. Bei Helukabel haben sie bereits eine lange Tradition. Einst für die Windkraft entwickelt, profitieren heute auch andere Branchen von dem mittlerweile umfangreich aufgestellten Portfolio dieser Leichtbaukabel – inklusive passender Technik für Verarbeitung und Kontaktierung.

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(Bild: Helukabel)

Was haben ein Kupferkabel und ein Aluminiumkabel gemeinsam? Nicht viel, außer dass beide Energie übertragen. Ansonsten sind sie so unterschiedlich wie es Schwer- und Leichtmetall nur sein können. Also stellen sich viele Ingenieure in den unterschiedlichsten Branchen heute die Frage: Kupfer oder Aluminium? „Tendenz steigend“, sagt Uwe Schenk, Global Segment Manager Wind bei der Helukabel GmbH, Hemmingen und empfiehlt: „Seine hervorragende Leitfähigkeit und Verformbarkeit machen Kupfer zwar zum Standardmaterial für Kabel und Leitungen. Doch ist es im Vergleich zu Aluminium vor allem schwer und teuer. Ein Wechsel auf das leichtere und wesentlich kostengünstigere Aluminium ist in vielen Fällen eine interessante Option. Man muss sich nur auf die neue Technik einlassen und mit den damit verbundenen Herausforderungen umzugehen wissen.“

Der Preis als unschlagbares Argument

Kupfer ist derzeit mit 5313 Euro pro Tonne mehr als doppelt so teuer wie Aluminium mit 1990 Euro pro Tonne (Stand: 01.07.2015). Die Gewichtung des aktuellen Preises wird durch die Volatilität an den Rohstoffmärkten noch verstärkt. In den letzten fünf Jahren bewegten sich die Kupferpreise in einem Rahmen von 4700 bis 7650 Euro pro Tonne. Eine solche Schwankungsbreite gibt es beim Rohstoff Aluminium nicht, wodurch auch eine höhere Planungssicherheit gegeben ist. Während Endkunden manchmal ihre gesamte Kalkulation überdenken, wenn sich die Kupferpreise ändern, brauchen sie das bei Aluminium in diesem Umfang nicht.

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Bei Helukabel beschäftigt man sich schon lange mit der Thematik Aluminium. „Mit unserer Heluwind WK Powerline Alu beispielsweise bieten wir schon seit vielen Jahren eine hochflexible Leitung für die Windindustrie an. Hier kann von den früher im Zusammenhang mit Aluminium bemängelten starren Leitungen keine Rede mehr sein“, resümiert Uwe Schenk und erklärt: „Früher gab es noch keine Fertigungsmöglichkeiten für eine feindrähtige Litze und so sahen die Anwender auch keine Möglichkeit, Aluminium als Leitermaterial für flexible Anwendungen einzusetzen. Zudem war der Kupferpreis noch moderater als heute.“

Neben der Windindustrie gibt es zahlreiche andere Anwendungsmöglichkeiten wie die Bahntechnik, Medientechnik, Solartechnik, Anlagenbau, im Blockheizkraftwerk oder bei Energieversorgung und -speicherung.

Portfolio mit Alleinstellungsmerkmalen

Die große Vielfalt des Alu-Portfolios von Helukabel ist für einen Spannungsbereich von 1 kV bis 35 kV ausgelegt; rund eindrähtig und feindrähtig ausgeführt; als Einzelader und auch Multicore – komplettiert mit zertifizierter Anschlusstechnik. „Mit dieser Range haben wir ein Alleinstellungsmerkmal. Bis auf Hochspannung können wir damit alle Märkte bedienen“, sagt Uwe Schenk.

Während sich die mehrdrähtigen Alu-Leitungen in der Regel für nicht flexible Anwendungen eignen wie sie bei Erdverlegung oder fester Installation ohne nennenswerte Biegeradien benötigt werden, ist die feindrähtige Powerline-Serie für Anwendungen geeignet, in denen Flexibilität gefordert ist. „Flexibel und Alu stellten in der Vergangenheit bis zur Entwicklung unserer Powerline-Serie einen Widerspruch dar, weil das kaltgezogene Aluminium für Wechselbiegezyklen ungeeignet ist und schnell bricht“, so der Manager. Neben der sonst nur am Markt angebotenen klassischen Einzelader mit zwei Isolationen runden die einfach isolierten Einzeladern mit einer Aderisolation und die mehradrigen (Multicore) Leitungen dieser Serie das Programm von Helukabel ab. Damit haben Anwender eine gute Alternative zu vorher eingesetzten Kupferleitungen, die sie beispielsweise in allen Bereichen der Energieerzeugung, in Trafostationen oder bei ortsveränderlichen Energieerzeugern wie in Stromaggregaten für die Stromversorgung sowie Veranstaltungstechnik einsetzen können.

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