Simulation Altair erweitert Simulationsmöglichkeiten bei Verbundwerkstoffen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Altair hat bekannt gegeben, dass das Centre d'Expertise en Dynamique Rapide, Explosion et Multiphysique, SAS (Cedrem) der Altair Partner Alliance (APA) beigetreten ist. Dadurch ist nun auch die Cedrem-Produktfamilie KTEX mit ihren integrierten numerischen Werkzeugen für Verbundwerkstoffe über die APA verfügbar.

Firmen zum Thema

KTEX-Produktfamilie von Cedrem analysiert die Effekte des Fertigungsprozesses auf Verbundmaterialgewebe und ist nun über die Altair Partner Alliance verfügbar.
KTEX-Produktfamilie von Cedrem analysiert die Effekte des Fertigungsprozesses auf Verbundmaterialgewebe und ist nun über die Altair Partner Alliance verfügbar.
(Bild: Cedrem)

„Cedrem hat sich auf Finite-Elemente-Simulationen von Hochgeschwindigkeitsphänomenen und dem Verhalten von Verbundwerkstoffen spezialisiert“, sagte Karine Thoral Pierre, CEO bei Cedrem. „Um unsere Modelle zu verbessern, benötigen wir Werkzeuge, die das Verbundmaterial auf mesoskaliger Ebene repräsentieren und Fertigungsprozesse berücksichtigen können. Diese Anforderungen erfüllt die KTEX-Produktfamilie. Wir haben unsere Materialgesetze verbessert und die Diskrepanz zwischen Simulation und Versuch reduziert. Wir freuen uns, auch den Altair-Kunden diese Werkzeuge nun zur Verfügung stellen zu können.“

Werkstoffe während der Fertigung simulieren

Die KTEX-Produktfamilie ist eine Suite aus numerischen Werkzeugen, die das Verhalten von Verbundwerkstoffen während des Fertigungsprozesses analysieren. Die Suite besteht aus vier Modulen: KTEX Pattern, KTEX Layup, KTEX Winding und KTEX Woven Property. Alle Module arbeiten auf Verbundwerkstoffgarnebene oder im mesoskaligen Maßstab und adressieren spezielle Bereiche des Optimierungs- und Fertigungsprozesses.

Bildergalerie

KTEX Pattern modelliert die exakte Geometrie beliebiger, vorgegebener Gewebe, während KTEX Layup das Verhalten dieser Gewebe beim Schichtprozess simuliert. KTEX Winding visualisiert das Gewebe während des Aufwicklungsprozesses und KTEX Woven Property berechnet die homogenisierten mechanischen Eigenschaften beliebiger vorgegebener Gewebe.

Neue Sichtweise für Ingenieure

„Die KTEX Produktfamilie ermöglicht die komplette Analyse und Optimierung von Verbundwerkstoffgewebe und informiert über die Auswirkungen des Fertigungsprozesses auf diese Materialien“, sagte Shan Nageswaran, Senior Director, Hyperworks bei Altair. „Die Betrachtung von Materialien auf der mesoskaligen Ebene ermöglicht den Ingenieuren eine völlig neue Sichtweise, insbesondere im Zusammenhang mit Ballistik. Ich bin sicher, dass unsere Kunden bei Altair diese neue Sichtweise sehr schätzen werden und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Cedrem Team.“

Einfluss der Fertigung auf das finale Bauteil

Durch die vollständige Integration in Hyperworks sind Anwender in der Lage, Gewebe in der gewünschten Dimension (1D, 2D, 3D) zu modellieren und dabei alle verfügbaren Faser- und Matrixwerkstoffe zu verwenden. Zu den wichtigsten Funktionen der Software gehören die Repräsentation kundenspezifischer Gewebe mit maßgeschneiderten Faser- und Matrixwerkstoffen und die Vorhersage der Einflüsse der Fertigungsprozesse auf das finale Bauteil. Darüber hinaus können die Anwender sowohl das Webmuster als auch den erforderlichen Fertigungsprozess für das Bauteil optimieren. Die Modellierung von Verbundwerkstoffen ist in vielen Branchen notwendig und anwendbar, die KTEX Produktfamilie ist insbesondere für den Einsatz in der Automobilindustrie und bei ballistischen Anwendungen geeignet. (mz)

(ID:43716147)