FDM-Technologie

Airbus nutzt 3D-Druck für den A350 XWB

| Redakteur: Katharina Juschkat

Für den A350 XWB setzt Airbus auf FDM-Drucktechnologie, um Bauteile schneller, leichter und kostengünstiger herzustellen.
Für den A350 XWB setzt Airbus auf FDM-Drucktechnologie, um Bauteile schneller, leichter und kostengünstiger herzustellen. (Bild: Stratasys)

Airbus setzt für den A350 XWB jetzt standardmäßig die additive Fertigung ein, um Bauteile herzustellen. Stratasys unterstützt den Flugzeughersteller mit seiner FDM-Technologie und einem thermoplastischen Hochleistungskunststoff.

Stratasys, Unternehmen für 3D-Druck und Additive Fertigung, unterstützt Airbus bei der Produktion von Teilen für den Airbus A350 XWB. Der Luftfahrtgigant setzt dafür jetzt standardmäßig den thermoplastischen Hochleistungskunststoff Ultem 9085 ein.

Gedruckte Bauteile für die Produktionslieferkette

Stratasys und Airbus (v.l.): Amos Liebermann (Director Aerospace Strategic Accounts EMEA, Stratasys), Olivier Cauquil (Head of Material & Parts Procurement, Airbus), Andy Middleton (President Stratasys EMEA) und Mark Walker (VP Procurement Strategy and Governance, Airbus).
Stratasys und Airbus (v.l.): Amos Liebermann (Director Aerospace Strategic Accounts EMEA, Stratasys), Olivier Cauquil (Head of Material & Parts Procurement, Airbus), Andy Middleton (President Stratasys EMEA) und Mark Walker (VP Procurement Strategy and Governance, Airbus). (Bild: Stratasys)

Airbus nutzt das Kunstharz, das gemäß der Spezifikationen des Unternehmens zertifiziert ist, mit der 3D-Drucktechnologie Fused-Deposition-Modelling (FDM) von Stratasys. Dadurch, dass das Material eine hohe spezifische Festigkeit aufweist und internationale Brandschutzbestimmungen für Flugzeugteile einhält, ist es Airbus möglich, robuste und leichte Bauteile bei gleichzeitiger Senkung der Fertigungskosten und -zeiten herzustellen.

„Schon 2014 hat Airbus einen Anteil der Bauteile für den damals neuen A350 XWB mit seinen FDM-3D-Druckern produziert und war so in der Lage, seinen Lieferverpflichtungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nachzukommen. Wir freuen uns, dass Airbus nun unsere gedruckten Bauteile in die Produktionslieferkette des A350 XWB integriert hat“, sagt Andy Middleton, President Stratasys EMEA.

Zeitsensible Branchen profitieren vom 3D-Druck

Die additive Fertigung kann dazu beitragen, die Effizienz und Flexibilität innerhalb der Produktionslieferkette zu steigern, indem sie eine bedarfsgerechte Bauteilherstellung ermöglicht – und das an Orten, die für die Belieferung der endgültigen Fertigungslinie ausgelegt sind. Darüber hinaus wird der Materialnutzungsgrad verbessert, weil anders als bei herkömmlichen Herstellungsverfahren sehr viel weniger Ausschuss anfällt.

„Vor allem zeitsensible Branchen fragen unsere Lösungen für die Additive Fertigung verstärkt nach – das reicht von der Luftfahrt- über die Automobilindustrie bis hin zu Medizinprodukten und Konsumgütern“, erklärt Middleton. „Durch die Integration unserer additiven Fertigungsstrategien in die Lieferkette können Unternehmen nicht nur zugesagte Produkteinführungszeiten einhalten, sondern gleichzeitig – bei Reduzierung ihres Lagerbestandes – Entwicklungen vorantreiben.“ (kj)

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