3D-Druck

Additives Verfahren fertigt Werkstücke aus Metall bis etwa 3 m³ und 3 t

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Das 3DMP-Verfahren verwendet Draht statt Pulver.
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Das 3DMP-Verfahren verwendet Draht statt Pulver. (Bild: Gefertec)

Die Gefertec GmbH hat mit dem 3DMP-Verfahren eine neue additive Fertigungsmethode entwickelt, die eine kostengünstige und schnelle Herstellung von endkonturnahen Rohlingen aus Metall ermöglicht. Die Qualität der Werkstücke entspricht der von Werkstücken, die mit Standard-Bearbeitungsmethoden hergestellt wurden. Das Verfahren findet auf der Maschine GTarc Anwendung.

Das 3DMP-Verfahren basiert auf erprobter Lichtbogenschweiß-Technologie und verwendet deshalb als Ausgangsmaterial Draht, mittels dessen Schweißraupe für Schweißraupe ein Werkstück gedruckt wird. Dieses neue Fertigungsverfahren bietet im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Druckmethoden, die Pulver als Ausgangsmaterial verwenden, eine Reihe von Vorteilen: das aufwändige Pulverhandling entfällt, zudem sind die meisten Standardwerkstoffe zu merklich niedrigeren Kosten bereits in Drahtform erhältlich. Größter Vorteil ist jedoch die sehr hohe Aufbaurate, die in Abhängigkeit vom verwendeten Werkstoff aktuell bis zu 600 cm³ pro Stunde beträgt. Dadurch eignet sich die GTarc-Maschine für die schnelle und wirtschaftliche Fertigung auch größerer Werkstücke aus Stahl, Nickelbasis, Titan oder Aluminium.

Herstellungskosten sinken um bis zu 60 Prozent

Die GTarc-Maschine ist als 3-achsige Variante für Werkstückgrößen bis ca. 3 m³ oder 5-achsig für Werkstückgrößen bis 0,8 m³ erhältlich. Eine speziell entwickelte CAM-Software erzeugt aus den CAD-Daten des Werkstücks die Daten, mit denen die CNC-Steuerung die exakte Positionierung des Schweißkopfs vornimmt. Die Fertigung des endkonturnahen Werkstücks erledigt die Maschine vollautomatisch. Die Endbearbeitung erfolgt dann mit herkömmlicher CNC-Frästechnik. Im Vergleich zu anderen Fertigungsverfahren ist die Werkstoffausnutzung beim 3DMP-Verfahren hochgradig optimiert, was vor allem bei teuren Werkstoffen wie Titan zu erheblichen Kostenvorteilen führt: Je nach Anwendung sinken die Herstellungskosten um bis zu 60 %. Die GTarc-Maschine ist modular aufgebaut und somit für zukünftige Erweiterungen optimal vorbereitet. Der Kunde kann beispielsweise die 3-achsige Variante mit dem Schwenk-Drehtisch nachrüsten und so zu einer 5-achsigen Version umbauen. Die Kosten für eine GTarc-Maschine entsprechen etwa denen für ein kleineres Dreh-Fräs-Zentrum und liegen deutlich unter denen vergleichbarer Maschinen zum 3D-Druck. (jup)

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