Lineartechnik Acht Neuheiten aus der Lineartechnik

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Wir zeigen neue Linearachsen, die als Plug-and-play-Lösung den Aktionsraum von Cobots erweitern, stellen neue Online-Konfiguratoren für Lineartechnik-Produkte vor sowie neue Hub-Dreh-Module, Hubsäulen und Werkstoffe, die den Reibwert von Linearführungen verringern.

Einfache Plug-and-play-Lösung für UR-Roboter: Mit der CTU – Cobot Transfer Unit mit UR+-zertifizierten Linearachsen bringt Rollon Cobots in Fahrt.
Einfache Plug-and-play-Lösung für UR-Roboter: Mit der CTU – Cobot Transfer Unit mit UR+-zertifizierten Linearachsen bringt Rollon Cobots in Fahrt.
(Bild: Rollon )

1. Rollon: mit Linearkomponenten flexibel automatisieren

Rollon bietet einen umfangreichen mechanischen Linearachsbaukasten und realisiert technisch sowie wirtschaftlich optimierte Automationslösungen für unterschiedlichste Anwendungsfälle – von siebten Achsen für Industrieroboter und Cobots bis hin zu flexiblen Portal- und Mehrachskonzepten.

In Zusammenarbeit mit Systemintegratoren und Partnern entstehen maßgeschneiderte Komplettsysteme. Im Bereich der siebten Achse bietet Rollon ein großes Portfolio für kleine und mittlere Nutzlasten. Mit den modularen Verfahrachsen lässt sich der Aktionsradius aller Roboter erweitern, unabhängig vom Hersteller oder Robotertyp. Die große Bandbreite an unterschiedlichen Antriebs- und Führungssystemen sowie Schutzvorrichtungen deckt nahezu alle Anforderungen und Umgebungsbedingungen ab, so der Hersteller.

Speziell für die Leichtbauroboter von Universal Robots hat Rollon die Cobot Transfer Unit (CTU) entwickelt. Das Komplettpaket besteht aus Linearachse, Steuerung sowie Software und wurde eigens für die Zusammenarbeit mit den Cobots aus Dänemark konzipiert. Die einfache Plug-and-play-Lösung für die schnelle UR-Integration ist UR+-zertifiziert, individuell konfigurierbar sowie leicht zu bedienen.

2. Bornemann Gewindetechnik: Produktkonfigurator für Gewindeprofile

Um Kunden beim Auswahlprozess der passenden Gewindespindel optimal zu unterstützen, hat Bornemann einen neuen Produktkonfigurator basierend auf der Cadenas-Technologie eingeführt.
Um Kunden beim Auswahlprozess der passenden Gewindespindel optimal zu unterstützen, hat Bornemann einen neuen Produktkonfigurator basierend auf der Cadenas-Technologie eingeführt.
(Bild: Bornemann/Cadenas )

Die Bornemann Gewindetechnik GmbH stellt kundenspezifische Gewindeprofile her. Um Kunden beim Auswahlprozess der passenden Gewindespindel optimal zu unterstützen, hat Bornemann nun einen neuen Produktkonfigurator basierend auf der Cadenas-Technologie eingeführt. Mit dem neuen Tool können Konstrukteure das fertig konfigurierte Gewinde anschließend als 3D-CAD-Modelle kostenlos rund um die Uhr in über 150 nativen und neutralen CAD-Formaten herunterladen. „Wir haben uns für die E-Catalog-Solutions-Technologie von Cadenas entschieden, da es sich um eine individuelle Lösung handelt, die sehr einfach und flexibel auf unsere speziellen Unternehmensanforderungen angepasst werden kann“, erklärt Sergii Goman, Vertriebsleiter der Bornemann Gewindetechnik GmbH. „Darüber hinaus bietet uns Cadenas mit seinen Portalen 3DfindIT.com und partcommunity.com, auf denen unser Konfigurator vertreten ist, Zugang zu Millionen Ingenieurinnen und Ingenieuren weltweit.“

3. Item: neue Lineareinheit für vertikale Anwendungen

Die neue Lineareinheit GSF 6 60 TR 12x3 eignet sich besonders für Hubaufgaben. Sie ermöglicht eine reibungsarme Gleitführung und verfügt über einen Spindelantrieb mit selbsthemmendem Trapezgewinde.
Die neue Lineareinheit GSF 6 60 TR 12x3 eignet sich besonders für Hubaufgaben. Sie ermöglicht eine reibungsarme Gleitführung und verfügt über einen Spindelantrieb mit selbsthemmendem Trapezgewinde.
(Bild: Item )

Mit der neuen Lineareinheit GSF 6 60 TR 12x3 kombiniert Item eine reibungsarme Gleitführung mit einem Spindelantrieb mit selbsthemmendem Trapezgewinde. Dieses Trapezgewinde mit der Gewindesteigung von 3 mm verhindert ein ungebremstes Absinken der zu transportierenden Lasten in vertikalen Anwendungen. Aufgrund der Selbsthemmung sind dem Hersteller zufolge somit keine zusätzlichen Komponenten wie Riegel, Bremsen oder andere Sicherungen notwendig.

Die neue Lineareinheit ist kompakt, ein durchgängiges Abdeckblech schützt den Innenraum des Trägerprofils vor Verschmutzungen. Mithilfe des Parallelantriebssatzes 6 60 D12-1 kann die neue Lineareinheit mit jedem beliebigen Motor verbunden werden. Die Kraftübertragung erfolgt dabei schlupffrei über einen Zahnriemenantrieb. Motoren von Item lassen sich per Plug-and-play mit dem Parallelantriebssatz 6 60 D12-1 SE 60 (0.0.708.27) anschließen. Soll die neue Lineareinheit manuell betrieben werden, bietet sich das Zustellrad D60 D12 an. Es ist schnell montiert und ermöglicht die Übertragung von Drehmomenten bis 3,7 Nm. Das Zustellrad ist kompatibel mit weiteren Lineareinheiten des Unternehmens.

Durch die integrierten Spindelabstützungen der neuen Lineareinheit lassen sich Hublängen bis zu 2.800 mm realisieren, und das selbst im Dauerbetrieb und bei maximaler Vorschubgeschwindigkeit.

4. Minitec: Montageanlage für Batteriemodule

Minitec bietet als Neuerung auch Montageanlagen für die Batterieproduktion an.
Minitec bietet als Neuerung auch Montageanlagen für die Batterieproduktion an.
(Bild: Minitec )

Lineartechnik von Minitec kommt u. a. in Montageanlagen für die Batterieproduktion zum Einsatz. Dabei sind sowohl Präzision (die Toleranzen bewegen sich in engen Grenzen) als auch Schnelligkeit (die Zellen müssen in kurzer Zeit miteinander verklebt und verschweißt werden) wichtige Kriterien. Entsprechend erfordert der Transport der Modulkörper beziehungsweise der Packgehäuse eine Technologie, die eine hohe Prozess- und Wiederholgenauigkeit sicherstellt. Hier kommen Minitec-Förderanlagen zum Einsatz, welche Werkstückträger präzise und mit hoher Geschwindigkeit transportieren. Bei der Bestückung (Pick-and-place) der Batteriemodule mit den einzelnen Zellen werden Handlingsysteme auf Basis von Minitec-Linearachsen genutzt, welche sich laut Hersteller durch Genauigkeit und einen flexiblen Aufbau auszeichnen.

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5. Igus: Neuer Gleitwerkstoff schafft mehr Konstruktionsfreiheit

Mit Iglidur E3 hat Igus einen neuen Gleitwerkstoff entwickelt, der einen bis zu 40 Prozent besseren Reibwert hat.
Mit Iglidur E3 hat Igus einen neuen Gleitwerkstoff entwickelt, der einen bis zu 40 Prozent besseren Reibwert hat.
(Bild: Igus )

Leichtlauf in der Anwendung und neue Freiheit in der Konstruktion – das bietet der Drylin-T-Miniatur-Linearschlitten von Igus dank des neu entwickelten Gleitwerkstoffs Iglidur E3. Dieser weist je nach Arbeitspunkt Reibwerte um die 0,16 auf und erzielt damit bis zu 40 Prozent weniger Reibung im Vergleich zu den Igus-Standardwerkstoffen, gemessen auf hartanodisiertem Aluminium, und sogar noch weniger im Vergleich zu handelsüblichen Gleitwerkstoffen. Dadurch werden auch 40 Prozent geringere Verschiebekräfte für manuelle Verstellungen benötigt. „Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Konstruktionsfreiheit, denn damit ermöglichen wir erstmalig eine massive Erweiterung des Konstruktionsspielraums“, erklärt Stefan Niermann, Leiter Geschäftsbereich Drylin Linear- und Antriebstechnik bei Igus.

Die klassische 2:1 Regel, die allgemein für Lineargleitlager gilt, besagt, dass der Abstand der antreibenden Kraft zum Festlager nicht mehr als das Doppelte des Lagerabstands betragen sollte. Ansonsten kann es zu einem ungleichmäßigen Bewegungsablauf oder sogar zum Blockieren des Systems kommen. Je weiter der Antrieb vom Führungslager entfernt ist, desto größer werden Verschleiß und benötigte Antriebskraft. Diese Konstruktionsregel konnte Igus nun auf 3:1 ausweiten, sodass der Antrieb 50 Prozent weiter entfernt sein kann, ohne damit die Bewegung der Linearführung zu beeinträchtigen. Gleichzeitig werden die benötigten Antriebskräfte um 40 Prozent gesenkt und damit ebenfalls 40 Prozent Energie in elektrisch angetriebenen Anwendungen gespart. Die Drylin-T-Miniaturführung ist in den drei Baugrößen 09, 12 und 15 erhältlich und eignet sich unter anderem für die Labor- und Medizintechnik sowie den Gerätebau.

6. Bosch Rexroth: Lineartechnik schnell online konfigurieren

Präzisions-Stahlwellen von Bosch Rexroth lassen sich durchgängig online konfigurieren und direkt bestellen.
Präzisions-Stahlwellen von Bosch Rexroth lassen sich durchgängig online konfigurieren und direkt bestellen.
(Bild: Bosch Rexroth )

Bei Bosch Rexroth sind ab sofort alle Standard-Präzisions-Stahlwellen online konfigurierbar. Ebenfalls integriert ist das komplette Programm an Wellenunterstützungen. Mit dem neuen Produktangebot im Online-Konfigurator können Konstrukteure und Techniker ihre Wellen mit wenigen Klicks auswählen, anpassen, bestellen und in ihr CAD-System importieren. Umfassende Optionen zur Enden- und radialen Bearbeitung verdoppeln das konfigurierbare Wellenspektrum auf insgesamt 9.000 Varianten. Der geführte Auswahlprozess dauert dem Unternehmen zufolge nur wenige Minuten.

Zudem präsentiert Bosch Rexroth den ersten vollintegrierten und webbasierten Selektor für elektromechanische Zylinder. Der webbasierte Selektor verkürzt die Zeitspanne von der Idee zur Bestellung eines individuellen elektromechanischen Zylinders auf wenige Minuten. Bosch Rexroth berücksichtigt hierfür die komplette Prozesskette: von der Grob- bis Feinauslegung über die Projektierung mit Preis- und Lieferinformationen bis hin zur direkten Bestellung mit vorherigem Download von CAD-Daten und Datenblättern. Vormals zeitaufwendige Teilprozesse wie Vorgespräche, Abstimmungen und Angebotserstellung oder Nach- und Neuberechnungen mit anderen Parametern entfallen oder verkürzen sich signifikant.

Im Hinblick auf einen größtmöglichen Effizienzgewinn deckt der neue Selektor ein breites Variantenspektrum von rund 3.000 elektromechanischen Zylindern ab. Die hinterlegten und intelligent verknüpften Informationen zu den Einzelkomponenten reduzieren die Anzahl der Interaktionen auf ein Minimum.

7. Hiwin: Präzision in Hub und Drehung

Hiwin bietet mit seinen Ball Splines der Baureihe FB eine Lösung für komplexe Handlingaufgaben. Die Baureihe FB vereint eine Ball Spline und einen Kugelgewindetrieb auf nur einer geschliffenen Spindel. Dieses kompakte Hub-Dreh-Modul soll somit maximale Flexibilität hinsichtlich seiner Bewegungsarten ermöglichen und zudem absolute Präzision sicherstellen. Durch Überlagerung von Hub- und Drehbewegung können, je nach Anwendung, kürzere Zykluszeiten realisiert werden.

8. Linak: leistungsstarke, dreiteilige Aluminiumhubsäule

Die LC1 Deskline von Linak ist eine leistungsstarke, dreiteilige Aluminiumhubsäule.
Die LC1 Deskline von Linak ist eine leistungsstarke, dreiteilige Aluminiumhubsäule.
(Bild: Linak )

Bei der neuen LC1 Deskline von Linak handelt es sich um eine leistungsstarke, dreiteilige Aluminiumhubsäule. Sie eignet sich für die ergonomische Höhenverstellung in Hochlast-Anwendungen, die Festigkeit und Stabilität erfordern. Das können zum Beispiel Konsolen, Arbeitsstationen, Werkbänke, Montagetische und Schreibtische sein.

Die dreiteilige Bauweise bietet ein kompaktes Einbaumaß von 560 mm und eine große Hublänge von 650 mm. In der Standardversion hebt sie mit einer Kraft bis zu 2.000 N. Es gibt jedoch auch eine Variante mit 4.000 N. Das Außenprofil der LC1 ist dreiseitig genutet, sodass sich mit einem Montagebeschlag z. B. eine Quertraverse anbringen lässt. Für eine einfache Montage und Systemintegration ist ein optionaler Endplattensatz erhältlich.

Das LC1-System wird über eine Deskline-Steuereinheit CBD6S gesteuert. Diese Steuereinheit soll einen optimalen Parallellauf und einen angenehm leisen Betrieb sicherstellen. Die LC1 kann als einzelne Säule oder in 2-, 3- oder 4-Parallelsystemen und sogar in Multiparallelsystemen mit bis zu 16 Säulen eingesetzt werden. Mit einem Desk Sensor 1 Kollisionsschutz-Dongle, der einfach in die Steuereinheit gesteckt wird, lassen sich gravierende Schäden an der Anwendung und an Objekten durch Kollisionen beim Verfahren der Anwendung verhindern.