Werkzeugbau 3D-gedruckte Montagevorrichtungen und Prüflehren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Dank der PolyJet-Technologie kann Rutland Plastics Produktionshilfsmittel mit hervorragender Oberflächenqualität und komplexen Details produzieren, wie es mit herkömmlichen Fräsmaschinen nicht möglich wäre.

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PolyJet 3D-gedruckte Gewindelehre zur Prüfung der Gewindekonformität eines Bauteils von Rutland Plastics.
PolyJet 3D-gedruckte Gewindelehre zur Prüfung der Gewindekonformität eines Bauteils von Rutland Plastics.
(Bild: Rutland Plastics)

Rutland Plastics ist eine Auftragsspritzgießerei mit Sitz in Rutland im Vereinigten Königreich. Das Unternehmen fertigt Komponenten für eine Reihe von Firmen und Industriebranchen, wobei jedes Projekt seine eigenen, ganz speziellen Anforderungen hat. Daher muss Rutland darauf abgestimmte Montagevorrichtungen und Prüflehren konstruieren, um die Komponenten eines Produkts während der Bearbeitung (z. B. Zusammensetzen, Verkleben, Bohren und Ausmessen) zu fixieren. Das ist wichtig, weil sich so Herstellungsprozesse optimieren lassen, Angestellte effizienter arbeiten und gleichbleibende Qualität für das Endprodukt gewährleistet werden kann. Mit zunehmendem Unternehmenswachstum wurde die Herstellung der Montagevorrichtungen und Prüflehren allerdings zu einer Belastung.

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Rutland fertigte auf seinen CNCFräsen jährlich etwa 100 neue Montagevorrichtungen und Prüflehren aus Aluminium. Jedes Teil kostete 1500 USD, aufs Jahr gerechnet entstanden also Fertigungskosten von 150.000 USD. Der eigentliche Aufwand für das Unternehmen war jedoch weitaus größer. Jede neue Montagevorrichtung und jede Prüflehre benötigten in der Herstellung drei Tage. Das bedeutete für das Unternehmen, dass es an 300 Tagen im Jahr zumindest eine seiner Maschinen nicht zur Umsatzgenerierung nutzen konnte.

Ein weiteres Problem für Rutlands Ingenieure bestand im Unvermögen der CNCMaschinen, Montagevorrichtungen und Prüflehren mit scharfen Ecken und tiefen Konturen zu konstruieren. Folglich waren die Montagevorrichtungen und Prüflehren nicht optimal an die Anforderungen des Produktionsprozesses angepasst, für den sie gefertigt wurden. Eine Nachbearbeitung oder Hilfswerkzeuge waren notwendig. Schließlich mussten von Hand Kennzeichnungsschilder und Filzunterlagen hinzugefügt werden, um Verluste bzw. versehentliches Zerkratzen von Produktionsteilen zu vermeiden.

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