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Multimaterialdrucker fertigt Hilfsmittel
Rutland investierte ursprünglich in einen PolyJet 3D-Drucker für Rapid Prototyping.Das Unternehmen bemerkte allerdings schnell, dass sich diese Plattform ideal für die Herstellung von Montagevorrichtungen und Prüflehren eignet. Dank der PolyJet-Technologie kann Rutland nun Montagevorrichtungen und Prüflehren mit hervorragender Oberflächenqualität und komplexen Details produzieren, wie es mit herkömmlichen Fräsmaschinen nicht möglich wäre. Zudem schöpfen die Ingenieure von Rutland die Multimaterialfunktionen des 3D-Druckers voll aus und konstruieren gummiartige Oberflächen, um die Produktionsteile, die mit der Halterung in Kontakt kommen, abzufedern und zu schützen. Kennzeichnungsschilder werden direkt integriert, damit die Montagevorrichtungen und Prüflehren später nicht verloren gehen. All das kann mit dem 3D-Drucker in einem einzigen Druckvorgang erledigt werden, so dass weitere Arbeitsschritte überflüssig sind.
Zeit und Kosten gespart
Sämtliche Vorteile des 3D-Druckers werden genutzt und Rutland kann dadurch Produktionskosten für Montagevorrichtungen und Prüflehren einsparen und seine CNCMaschinen wieder ausschließlich für Arbeiten einsetzen, die Umsatz generieren. Alles in allem hat die Umstellung bei Rutland die Kosten pro Befestigungsteil von 1500 auf 900 USD gesenkt. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich eine Einsparung von 150.000 auf 90.000 USD = 60.000 USD (40 %). Rutland kann nun außerdem 300 zusätzliche Produktionstage einer CNC-Anlage in sein jährliches operatives Geschäft einplanen.
Zudem kann das Unternehmen individuelle Montagevorrichtungen und Prüflehren mit dem 3D-Drucker schneller als zuvor fertigen – eine Einsparung von 66 Prozent gegenüber CNCFräsen. Die Ingenieure gestalten jetzt tagsüber ein Befestigungsteil, drucken über Nacht und halten am nächsten Morgen das gebrauchsfertige Teil in der Hand. Carl Martin, Technischer Leiter bei Rutland Plastics erklärt: „Wir sind nun in der Lage, Montagevorrichtungen und Prüflehren mit einem Bruchteil der Zeit und Kosten auf unserem Objet 3D-Drucker zu fertigen, ohne unsere Produktionsmaschinen dafür in Anspruch nehmen zu müssen.“ „Und wir müssen keine maschinellen Einschränkungen mehr berücksichtigen. Wir können Dinge, die sich anders nicht herstellen lassen, einfach drucken“, fügt Simon Grainger, Konstruktionsingenieur bei Rutland Plastics hinzu. (qui)
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