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Schutzabdeckung Wo Faltenbälge zum Einsatz kommen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Hema bietet Faltenbälge für unterschiedlichste Anforderungen: von Standard- über transluzent bis hin zu robusten Edelstahl-Ausführungen gibt es für jede Anwendung die passende Variante. Hier folgt ein Überblick.

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Als Basis für die Samurai-Faltenbälge dienen Elastic-Faltenbälge, die mit Lamellen aus Edelstahl verstärkt werden.
Als Basis für die Samurai-Faltenbälge dienen Elastic-Faltenbälge, die mit Lamellen aus Edelstahl verstärkt werden.
(Bild: Hema )

Kein Unternehmen kann es sich heute noch erlauben, lange Stillstandzeiten seiner Maschinen zu provozieren. Denn neben der Fertigungsqualität sind auch kurze Lieferzeiten für die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen von großer Bedeutung. Um Maschinenstillstände zu minimieren, können Komponenten wie Faltenbälge unterstützen, die die Hema Maschinen- und Apparateschutz GmbH herstellt. „Die Faltenbälge in unterschiedlichen Ausführungen sichern Maschinen effektiv vor umherfliegenden Spänen und tragen dazu bei, den Arbeitsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten“, erklärt Markus Boldak, Vertriebsleiter bei Hema. „Sie tragen außerdem auch dazu bei, Anwender vor Verletzungen durch sich bewegende Bauteile und austretende Kühlschmierstoffe zu schützen.“

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Seligenstadt und mehreren Produktionsstandorten im In- und Ausland entwickelt und fertigt Faltenbälge für verschiedene Einsätze. Maschinenbauunternehmen aus aller Welt setzen auf diese Schutzsysteme. Zum Portfolio gehören auch industrielle Schutzabdeckungen wie Rollosysteme und Teleskopstahlabdeckungen, Klemm-, Brems- und Haltesysteme für Rundachsen, Linearschienen und Zylinderstangen sowie Maschinensicherheitsscheiben, LED-Leuchten und Drehfenster.

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Die Basis bilden Standard-Faltenbälge

Die Standard-Faltenbälge von Hema tragen den Produktnahmen Elastic und zeichnen sich aufgrund ihrer vielen Kombinationsmöglichkeiten aus. „Die Grundkomponenten sowie Material, Form, Verarbeitung und Größe sind individuell auf den jeweiligen Einsatzbereich abstimmbar“, erklärt Boldak. Sie bestehen aus hochqualitativen Spezialgeweben und werden passgenau plissiert und zugeschnitten. Intelligente Verbindungstechniken sichern anschließend den dauerhaften Verbund der Teile. Hochtemperaturmaterialien ermöglichen den Einsatz auch in Umgebungen bis 600 °C etwa für Laser-, Plasma- oder Schweißanwendungen.

Elastic-Faltenbälge setzen auf eine gefräste oder wasserstrahlgeschnittene Rahmenkonstruktion aus stabilem PVC auf, was für eine dauerhafte hohe Formstabilität sorgt. Auch bei mechanischer Beanspruchung sichert dieser Aufbau die Rückkehr in die Ursprungsform. Alternativ sind Rahmen aus PP, Nomex oder PA möglich. Die Verbindung mit dem Faltenbalgmaterial erfolgt mittels thermischer Klebung, wodurch die Faltenbälge wartungsfrei sowie wasserabweisend und staubdicht sind. Besonders große Ausführungen werden thermisch geklebt, bei Anwendungen mit enormer Hitze kann die Verbindung auch mit hochbelastbaren Garnen genäht werden.

Faltenbälge für Hochgeschwindigkeitsanwendungen

„Für Hochgeschwindigkeitsanwendungen bieten wir eine spezielle Ausführung der Elastic-Faltenbälge an“, sagt Boldak. „Auch Komplettsysteme mit einem in die Maschinenrückwand integrierten Faltenbalg inklusive Führung und Befestigung sind erhältlich.“ So genannte Laminat-Faltenbälge wurden entworfen, um als Schutzelement für Säulen, Führungen oder Wellen zu dienen. Aufgrund der Verbindung zweier Materialien sind sie besonders steif, ihr segmentartiger Aufbau ermöglicht die effiziente Wartung – sobald ein Element beschädigt wurde, kann es einzeln ersetzt werden.

Hema stellt die Schutzsysteme kundenspezifisch her und passt sie auf Wunsch exakt an die individuelle Anwendung der Kunden an. Auch für enge Bauräume gibt es Lösungen: So können Faltenbälge etwa um die Ecke laufen, wobei sich das Zusammendruckmaß in eine um 90° gekippte Ebene verlagert. Besonders platzsparend arbeitet die so genannte W-Falte, die 100 % Auszug ermöglicht.

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Hema auf der EMO 2019

Vom 16. bis 21. September 2019 findet in Hannover die EMO – Weltleitmesse der Metallbearbeitung – statt. Die Messe bietet eine Plattform für Lösungen, Industrieanwendungen und Zukunftstechnologien rund um die Metallbearbeitung. Erwartet werden rund 2200 Aussteller, davon mehr als die Hälfte von außerhalb Deutschlands.

Auch Hema wird als Aussteller dabei sein. Seit über 40 Jahren fertigt das Unternehmen Schutzsysteme für den internationalen Maschinenbau. Die Produkte der Samurai-Serie – also lamellengeschützten Faltenbälgen, Schürzen sowie kompletten Rückwandsystemen – kommen beispielsweise in der Metallbearbeitung zum Einsatz.

Hier gelangen Sie zum Ausstellerverzeichnis.

Platzsparende Faltenbälge

Für eine Abdeckung des Maschinenraums hat Hema außerdem das X-Velo im Portfolio. Die Dachabdeckung dichtet mit einem transluzenten Faltenmaterial nach oben hin ab, ohne zu verdunkeln. Die Installation ist dank passender Führungsleisten aus Aluminiumprofilen an allen Maschinen möglich. Da die 250 mm hohen Falten bündig mit der Abdeckung schließen, kann kein Schmutz nach außen dringen.

Der modulare Aufbau der Dachabdeckung garantiert, dass sie flexibel anpassbar bleibt und standardmäßig bis zu sechs Meter in der Breite und zwölf Meter in der Länge gefertigt werden kann – größere Maße sind nach individueller Prüfung mitunter auch möglich. Die verwendeten Verbindungselemente verhindern, dass sie im Betrieb verkantet. X-Velo ist mit oder ohne Motorantrieb verfügbar und ideal auch zur Nachrüstung geeignet.

Save the Date: Anwendertreff Maschinensicherheit Erfahren Sie auf dem Anwendertreff Maschinensicherheit am 25. September 2019, wie Sie die funktionale Sicherheit Ihrer Maschinen und Anlagen normengerecht gewährleisten: Der Kongress unterstützt Konstrukteure, Entwickler, Hersteller und Betreiber dabei, die funktionale Sicherheit ihrer Maschinen und Anlagen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen der Maschinenrichtlinie genügt, auch in einer smarten Fabrikumgebung.
Mehr Infos: Anwendertreff Maschinensicherheit

Schutz vor scharfkantigen Metallspänen

„Die Königsklasse unserer Faltenbälge ist die Samurai-Ausführung“, berichtet Boldak. „Sie garantierten wirkungsvollen Schutz gegen schnelle, sehr heiße und scharfkantige Späne und haben sich zum Beispiel im Einsatz bei Portalfräsmaschinen bewährt.“ Als Basis dienen Elastic-Faltenbälge, die aber mit festmontierten oder beweglichen Lamellen aus Edelstahl verstärkt werden. „Selbst Lösungen für Maschinenzentren mit Geschwindigkeiten über 100 Meter/Minute und Beschleunigungen über 2g konnten schon umgesetzt werden“, betont Boldak. Die Varianten reichen von festmontierten über feststehende, teleskopartig verfahrene bis hin zu beweglichen Lamellen oder Spezialformen für mehrere Achsen. Die Lamellen können bei allen Faltenbälgen an jeder der Seitenteile befestigt werden. Dank der Abstreifkante und des hohen Anpressdrucks über der gesamten Lamellenfläche gelangen nur selten Fremdpartikel ins Innere des Faltenbalgs.

„Wir legen bei allen Produkten, Materialien und Verarbeitungsschritten besonderen Wert auf Qualität“, bestätigt Boldak und verweist darauf, dass alle europäischen Produktionsstandorte zertifiziert sind und dem Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 entsprechen. Zur Qualitätssicherung und im Rahmen der Weiterentwicklung seiner Produkte führt das Unternehmen regelmäßig Material- und Funktionstest durch, entweder im eigenen Haus oder in Zusammenarbeit mit Instituten deutscher Universitäten. Von Kunden erhält Hema immer wieder die Bestätigung, dass die Stillstandzeiten der geschützten Maschinen reduziert und die Lebensdauer erhöht werden konnte.

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