Polymer-Gleitlager

Wirtschaftliche Kunststoff-Gleitlager zeigen seit Jahrzehnten, was sie können

Seite: 4/6

Anbieter zum Thema

Ist die Entwicklung des Gleitlagers direkt abhängig von der Entwicklung des Werkstoffes – des Kunststoffes?

„Selbstverständlich, denn besseren Werkstoffen eröffnen auf jeden Fall das Fenster der Anwendungen, die man damit erreichen kann,“ so Gehard Baus. „Wenn man sich heute Einsatzbeispiele anschaut, dann gibt es mit Sicherheit einen Großteil von Anwendungen, die man mit den Gleitlagern der 70er-Jahre nicht hätten lösen können.“

„igus ist mit Sicherheit einer von denjenigen Herstellern,“ so Baus weiter, „die den Trend hin zum Polymer-Gleitlager mitbestimmt haben, aber mit absoluter Sicherheit auch nicht der Einzige. Wir haben 1972 mit den ersten Gleitlagern-Standardprogramm angefangen, die dann auch schon auf compoundiertes Material zurückzuführen waren, Ende der 80er-Jahre (1988 erinnere ich mich) ist dann iglidur 100, ein Werkstoff mit verbesserten Eigenschaften gegenüber den bis dato vorhandenen Materialien auf den Markt gekommen. Anfang der 90er-Jahre, hatten wir ein Programm von fünf Werkstoffen, waren damit sicherlich schon jemand mit einem relativ breiten Angebot.“

Heute, 2009, besitzt igus das (eigenen Angaben zufolge) „weltweit größte Programm an tribo-optimierten Kunststoff-Gleit-, Gelenk- und Linearlagern“. Die Kölner bieten mehr als 10.000 Artikel ab Lager an, bei 29 verschiedenen Katalogwerkstoffen passend für nahezu jede Anwendung. Das Spektrum reicht von Allroundern über FDA-konforme Lager bis hin zu Hochtemperatur- und Unterwasserlagern. Die hauseigenen unverwüstlichen iglidur-Hochleistungskunststoffe werden fortlaufend – über 8.000 Tests pro Jahr – hinsichtlich Haltbarkeit, Reibung und Verschleiß getestet.

Hinter dem Namen iglidur stehen Polymere, die durch exakt abgestimmte Zusätze von Verstärkungsmaterialien und Festschmierstoffen verbessert, in tausenden von Versuchen erprobt und weltweit bewährt sind. Ingenieure entwickeln jedes Jahr mehr als 100 Kunststoffcompounds, testen in mehr als 8000 Versuchen pro Jahr wartungsfreie Gleitlager und bauten so in den letzten Jahren eine einmalige Datenbank zu den tribologischen Eigenschaften der Polymere auf. Diese Datenbank gestattet, die überwiegende Zahl der Anwendungen im Vorfeld besser zu beurteilen, die erwartete Lebensdauer auf die Stunde genau zu berechnen und damit dem Nutzer die nötige Sicherheit in Bezug auf den Lagereinsatz zu vermitteln.

Baus versichert: „Gestützt auf die per Datenbank dokumentierten empirischen Versuchsergebnisse lassen sich heute bei fast allen Anfragen zuverlässige Angaben zur Lebensdauer von iglidur-Gleitlagern machen“. (Mehr Informationen auf den kommenden Seiten)

(ID:319035)