Polymer-Gleitlager

Wirtschaftliche Kunststoff-Gleitlager zeigen seit Jahrzehnten, was sie können

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Kunststoffe sind Materialien, die sich unglaublich gut verarbeiten lassen

Es hat dann eine Zeit gedauert, bis die ersten Hersteller industriell gefertigt Kunststoff-Gleitlager angeboten haben. igus war als Firma, recht früh in den Anfängen mit dabei. Das Kölner Unternehmen igus hat‘s geschafft, am Weltmarkt das breiteste Programm an tribo-optimierten Kunststoff-Gleit-, Gelenk- und Lineargleitlagern anbieten zu können. Worauf aber gründet sich der Erfolg der seit genau 25 Jahren quer durch fast alle Branchen begehrten iglidur-Lager ?

Von einer Doppelgarage aus baute das Ehepaar Günter und Magret Blase (startend am 15.10 1964), die igus GmbH auf. Vor 26 Jahren beginnt dann mit Sohn Frank Blase die Konzentration auf eigene Produkte. Heute sind die Kölner sowohl bei Energiekettensystemen mit allem Zubehör wie bei Gleitlagern international führend. Polymer-Gleitlager, heute, 2009, gibt es seit genau 25 Jahren! Erstmals begannen Günter Blase und igus 1984 konzentriert mit eigener Materialforschung.

Das noch im gleichen Jahr vorgestellte Erstresultat hört seither auf die Markenbezeichnung iglidur G. Das besonders schlagfeste, langfaserverstärkte Polymer wurde zum Vorreiter der inzwischen viele Mitglieder umfassenden iglidur-Familie.

Und noch aus einem zweiten Grund erwies sich das Jahr 1984 in den Firmenanalen als Meilenstein. Die damals gestartete eigene Materialforschung wird bis heute stetig ausgebaut, Jahr für Jahr werden die Grenzen weiter verschoben. Alle Kernergebnisse aus dem konzentrierten Versuchsprogramm der Kölner werden seither systematisch erfasst und sind in der laufend umfassender werdenden iglidur-Datenbank dokumentiert. Inzwischen steht dahinter ein öffentlich zugängliches Expertensystem, das den Anwendern großen Nutzen bringt. Einer der Väter bei igus ist Gerhard Baus.

Der Prokurist Polymer-Gleitlager schwärmt: „Kunststoffe sind Materialien, die sich unglaublich gut verarbeiten lassen. Sie gestatten eine enorme Vielfalt in der Formgestaltung, die Eigenschaften sind phantastisch und die Belastbarkeit für die allermeisten Anwendungen stimmt. Wir haben damals, in den Anfängen versucht die Nachteile, die man jetzt kannte, zu vermeiden. Das geschah durch verschiedene Dinge: Einmal natürlich durch dünnere Wandstärken, die man sehr gut erreichen konnte durch das Spritzgießen.

Natürlich auch – und da ist igus einer der Pioniere – durch Compounds, also durch das Vermischen von Werkstoffen, um bestimmte Eigenschaften wie zum Beispiel die Feuchtigkeitsaufnahme oder das Ausdehnen unter Feuchtigkeit und Wärme stärker einzudämmen, stärker in den Griff zu kriegen und vor allen Dingen dann mit der Zeit die Lager vorhersehbar und berechenbar zu machen.“

„igus ist nicht der Erfinder des Kunststoff-Gleitlagers“, so Prokurist Gerhard Baus, „das hat streng genommen mit der Entdeckung der Eigenschaften von Nylon zutun. Aber wir sind sicherlich das Unternehmen, das den Trend hin zum modernen Polymergleitlager am stärksten angetrieben hat.“ (Mehr Informationen auf den kommenden Seiten)

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