Windkraftanlagen

Windkraft - etwas anders betrachtet

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Aber was kosten solche Anlagen, und gibt es sie schon?

Nun auch hier gibt es bereits Daten: Während die oben erwähnte Anlage umgerecht ca 1200,- €/kW kostete, gibt es heutzutage Anlagen im 2,5 MW - Bereich, die ca. 900 €/kW kosten. Auch hier kann man extrapolieren und wird bei einer Jahresnennleistung vom mehr als 60.000 MW auf ca. 750 €/KW kommen, was in Zukunft eine Investition von ca. 2.700.000 € für eine 3,5 MW- Anlage bedeutet.

Nur zu einem Vergleich: Biblis Block A kostete in den siebziger Jahren 800,-Millionen DM und Block B eine Milliarde DM, umgerechnet also zusammen 900,- Millionen €. Biblis Block A und B erzeugen eine Nennleistung von insgesamt 2.500 MW. Bei gleichen Gestehungskosten können wir über Windkraftanlagen nur 1.160 MW Nennleistung erzielen.

Fairerweise muss man die Inflation der letzten 35 Jahre mit berücksichtigen, dann würde ein heutiges Kernkraftwerk wie Biblis Block A und B bei einer durchschnittlichen Inflation von drei Prozent das Dreifache kosten und somit wären die Gestehungskosten pro kW Nenn-leistung etwa bei 1.000,- €. Also sind die Windkraftanlagen, auch was die Gestehungskosten angeht, nicht so schlecht, wie manche meinen.

Der aufmerksame Leser wird bei meinen Betrachtungen bemerkt haben, dass das Jahr tatsächlich 365 Tage hat und nicht 200 Tage. Und genau hier liegt ein Teil des Problems, welches wir bei diesen Betrachtungen nicht außer Acht lassen können.

Was ist, wenn kein Wind weht? Wo bekommen wir dann unseren Strom her?

Wir brauchen also andere Kraftwerke, die in solchen Fällen die so genannte Grundlast erzeugen. Schauen wir uns die Energiequellen beispielsweise bei Mainova an, dann sehen wir, dass nur ca. 19% erneuerbare Energie eingesetzt werden und 66% von Kohle und Öl befeuert werden, während die Kernkraft nur 15% beträgt. (Mehr Infos beim Weiterlesen)

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