Windkraftanlagen

Windkraft - etwas anders betrachtet

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Wie viel Haushalte kann eine solche Anlage tatsächlich versorgen?

Ich kam weiter ins Grübeln und überlegte, wieso ich zum einen meinem Stromanbieter 0,19 € / kWh zahle, und wie viel ein Haushalt eigentlich verbraucht. Nun dazu gibt es Richtwerte nach VDEW:

Wenn dieser 500 kW-Generator an 200 Tagen im Jahr mit einem Wind von mehr als 28 km/h (8 m/s) angetrieben wird und dabei nur 80 % der Nennleistung erreicht, dann haben wir eine Jahresleistung von 1.920.000 kWh. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 4.000 kWh im Jahr und somit könnte man ca. 500 Haushalte versorgen. Da es in Deutschland ca. 30 Millionen Haushalte gibt, bräuchte man demnach 60.000 solcher Anlagen.

Die mögliche Energie, die aus dem Wind gewonnen werden kann, hängt ab von der Fläche, die der Rotor umstreicht, der Dichte der Luft und der Windgeschwindigkeit. Bei einem Rotordurchmesser von zum Beispiel 34 m (bei einer Nabenhöhen von ca. 50 m), einer Luftdichte von 1,22 kg /m³ und einer Windgeschwindigkeit von 28 km/h (8 m/s) kann eine Windkraftanlage nach dem Betzsch’n Gesetz nur ca. 150 kW erzeugen. Die Nennleistung von 500 kW erreicht die Anlage mit den genannten Abmessungen bei einer Windgeschwindigkeit von ca 43 km/h (12 m/s).

Wie viele Anlagen gibt es in Deutschland?

Zurzeit wandeln über 18.000 Anlagen mit insgesamt mehr als 20.000 Megawatt installierter Leistung Wind in nutzbaren Strom um. Die nördlichen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein decken schon über ein Drittel ihres Nettostromverbrauchs durch die Windenergie, d.h. im Schnitt produziert jede Anlage ca. 1,11 MW Nennleistung.

Das bringt uns sehr schnell dahin, zu postulieren, dass, wenn der Ölpreis auf Dauer steigt (zurzeit kostet ein Fass, also 159 Liter, Rohöl zwar nur ca. 40,- €, im letzten Jahr waren es aber auch schon über 140,- €), die erneuerbaren Energien wirklich interessant werden könnten.

Außerdem muss man davon ausgehen, dass Windkraftanlagen in Zukunft immer billiger werden, da ihre Leistung steigen wird. Somit ergibt sich eine Lernkurve, die zeigt, dass die Gestehungskosten weiter sinken. Wird die installierte Nennleistung beispielsweise auf 100.000 MW im Jahr steigen, sinken die Gestehungskosten pro kWh auf ca. 0,19 €. Erst wenn sie auf dieses Niveau gesunken sind, wird es interessant. Da die Anzahl der Anlagen in Deutschland begrenzt ist, müsste dies bedeuten, dass jede Anlage im Schnitt statt der bisher 1,11 MW das drei- bis vierfache an Nennleistung, also 3,5 MW, bringen müsste. Das bedeutet gleichzeitig, dass jede Anlage eine Nabenhöhe von 100-120 m und einen Rotordurchmesser von 60-70 m haben wird. (Mehr Information auf den weiteren Seiten)

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