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Tag des Energiesparens Wie Verbraucher und Unternehmen besser Energie sparen können

Redakteur: Katharina Juschkat

Zum Tag des Energiesparens geben wir Tipps, wie Verbraucher beim Energiesparen bis zu 500 Euro sparen können – und weshalb es sich gerade auch für Unternehmen lohnt, die eigene Energieeffizienz zu hinterfragen.

Um die eigene Energiebilanz zu verbessern, genügen häufig schon Kleinigkeiten.
Um die eigene Energiebilanz zu verbessern, genügen häufig schon Kleinigkeiten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Am 5. März ist Tag des Energiesparens – eine gute Gelegenheit, den eigenen Energieverbrauch zu hinterfragen und nach Verbesserungspotential zu suchen. Neben dem angenehmen Effekt, den Geldbeutel zu schonen, tragen Verbraucher damit auch direkt zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Und dabei muss Energiesparen nicht immer bedeuten, teure Umrüstungen vorzunehmen – manchmal genügt schon ein Umdenken in unserem täglichen Verhalten, um die eigene Energiebilanz zu verbessern. Die Klimaschutzkampage „CO2-Online“ gibt viele Tipps zum Energiesparen – wir haben 6 Tipps für Verbraucher zusammengestellt:

1. Elektronische Geräte ganz ausschalten

Brennt am Fernseher oder dem DVD-Player permanent ein Licht? Gibt es am PC oder der Espressomaschine keinen richtigen Ausschalter? Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom. In einem durchschnittlichen Haushalt macht der Standby-Verbrauch etwa ein Zehntel der Stromrechnung aus. Durch Verzicht auf Standby können Verbraucher im Jahr 400 kWh und 115 Euro sparen.

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2. Energiesparen beim Einkaufen

Außerhalb der eigenen vier Wände lässt sich auch viel Energie sparen, etwa beim Einkaufen, denn die Energiebilanz einzelner Lebensmittel unterscheidet sich zum Teil enorm. Tierische Produkte wie Fleisch, aber auch Butter oder Käse belasten das Energiekonto, da schon bei der Tierhaltung hohe Energiekosten und CO2-Belastungen anfallen. Bei Obst und Gemüse sollte man auf saisonale Ware zurückgreifen, denn wird ein Kilogramm Obst oder Gemüse eingeflogen, verbraucht allein der Flug schon 3 bis 5 l Treibstoff.

3. Lüften im Winter

Auch im Winter sollte regelmäßig gelüftet werden, um Schimmel vorzubeugen und für frische Luft zu sorgen. Anstatt aber die Fenster zu kippen, besser die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit öffnen. Stoßlüften statt Dauerlüften spart im Durchschnittshaushalt 1750 kWh und 135 Euro im Jahr.

4. Energie sparen beim morgendlichen Gang ins Bad

Am frühen Morgen lässt sich ganz einfach Energie sparen, indem man beim Händewaschen einfach mal nur kaltes Wasser aufdreht. Denn auch bei kaltem Wasser entfaltet Seife ihre Reinigungskraft und entfernt bei gründlicher Reinigung fast alle Erreger. Kaltes Wasser reicht also völlig aus und vermeidet laut dem Klimaschutzportal den CO2-Ausstoß von bis zu 265 kg im Jahr. In einem Drei-Personen-Haushalt können dadurch Energiekosten von bis zu 75 Euro im Jahr gespart werden. Und bei einer heiße Dusche müssen Energiesparer nicht zwingend ein schlechtes Gewissen haben – mit einem Sparduschkopf kann ein Drei-Personen-Haushalt jährlich etwa 37.000 l warmes Wasser und damit rund 290 Euro sparen.

5. Hydraulischen Abgleich durchführen

Wenn es in einzelnen Zimmern trotz aufgedrehter Thermostate nicht richtig warm wird, dann ist das Heizsystem nicht richtig eingestellt. Mit dem hydraulischen Abgleich kann ein Fachhandwerker für Abhilfe sorgen. In einem Einfamilienhaus mit 125 m2 sinkt der Heizenergiebedarf so um etwa 1400 kWh pro Jahr. Das spart jährlich rund 100 Euro. Zusätzlich werden 30 % der Nettokosten der Heizungsoptimierung vom Staat übernommen.

6. Heizungspumpen austauschen

Heizungspumpen sind im Schnitt für fast 20 % des Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes Modell kann den jährlichen Stromverbrauch in einem Einfamilienhaus mit 125 m2 um 350 kWh sinken lassen. Das macht rund 100 Euro weniger Stromkosten im Jahr. Für den Pumpentausch gibt es wie für den hydraulischen Abgleich 30 % staatlichen Zuschuss.

Es lohnt sich auch, den eigenen Energieverbrauch regelmäßig zu checken und kontrollieren. Helfen kann dabei der kostenlose Stromcheck von CO2-Online und das Energiesparkonto, in das Nutzer online ihren Verbrauch eintragen und auswerten können.

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