Tag des Energiesparens

Wie Verbraucher und Unternehmen besser Energie sparen können

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Nicht nur die Verbraucher sind gefragt, wenn es um das Thema Energiesparen geht. Wie das Bundesumweltamt berichtet, verbrauchen Industrie und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen rund 70 % des gesamten Stroms in Deutschland, und davon geht wiederum 45 % auf Kosten der Industrie. Doch es gibt viel ungenutztes Potential beim Energiesparen, und dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Der Mangel an Informationen und die finanziellen Einschränkungen.

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Dabei ist das Einsparpotential groß: Laut einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums kann allein die mittelständische Wirtschaft in Deutschland Jahr für Jahr bis zu eine Milliarde Euro Energiekosten einsparen. „Große Unternehmen haben meist ein professionelles Energiemanagement. Vielen kleinen und mittleren Unternehmen fehlen hingegen die notwendigen Informationen über ihre Einsparmöglichkeiten“, sagt Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH CO2-Online, Tanja Loitz. CO2-Online hat sechs Tipps für Unternehmen zusammengefasst, wie Energie gespart werden kann:

1. Klimatisierung

Die Sonne brennt? Jalousien, Rollläden und Vorhänge sorgen für Schatten. Markisen und Sonnenschirme erschließen zusätzlich den Außenbereich. Klimaanlagen? Verbrauchen viel Energie und sollten nur genutzt werden, wenn es nicht anders geht. Und meistens geht es anders.

2. Kühlung

Nicht zu kalt bitte: Es gibt eine Verordnung, die Temperaturen für die Kühlung der verschiedenen Lebensmittel in der Lebensmittelindustrie vorgibt. Kälter ist nicht notwendig. Auch zu große Kühlgeräte verschwenden Energie. Und der Austausch alter Geräte kann sich schon lohnen, wenn diese noch funktionieren.

3. Belüftung

Auch auf der Arbeit gilt: Regelmäßiges Stoßlüften ist besser als Dauerlüften mit gekippten Fenstern, denn dadurch kühlen die Wände aus und können nur mit viel Energie wieder erwärmt werden. In vielen neuen Büros gibt es bereits automatische Belüftungsanlagen. Zu empfehlen sind dabei Systeme mit Wärmerückgewinnung – sie sparen viel Heizenergie.

4. Beleuchtung

Lampen sollen leuchten, nicht heizen. Daher lohnt sich ein Umrüsten von herkömmlichen Leuchtmitteln auf sparsame LEDs so gut wie immer. Noch besser: Licht ganz abschalten. In Lagerräumen sorgen Bewegungsmelder für Durchblick. Für effiziente Lichttechnik gibt es Fördermittel vom Staat.

5. Heizen

Immer einen kühlen Kopf bewahren: 21 °C sind in Büro- und Verkaufsräumen genug, in Werkstätten reicht auch weniger. Programmierbare Thermostate sorgen dafür, dass immer die richtigen Temperaturen herrschen. Und nach Feierabend sollte die Heizung automatisch nach unten geregelt werden.

6. Computer & Co

Feierabend? Sollten die Geräte im Büro auch haben, denn Standby-Betrieb verbraucht unnötig Strom. Und braucht wirklich jeder Arbeitsplatz einen eigenen Drucker? Alle Geräte sind immer auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen. Klein aber fein: Laptops verbrauchen weniger Energie als große Tower-PCs. (kj)

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